Portugal 2026
In Lissabon gelandet, fassten wir unser Mietauto (Nissan Juke) für die kommenden zwei Wochen und machten uns auf den Weg in die Innenstadt. Bewaffnet mit Kinderbuggy und Babytrage erkundeten wir die vielen steilen Pflastersteinstrassen.
Nach einem Stopp am Herbstmarkt spazierten wir zur grossen Kathedrale von Lissabon.
Bei der LX Factory, einem ehemaligen Fabrikgelände, schlenderten wir den vielen Geschäften entlang, die kreativ aufgewertet wurden.
Im Westen der Stadt bestaunten wir den mächtigen Torre de Belém, ein ehemaliger Verteidigungsturm am Ufer des Rio Tejo.
Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich das Padrão dos Descobrimentos, das Denkmal der Entdeckungen.
Es wurde zu Ehren von Heinrich dem Seefahrer errichtet und erinnert an die grosse Zeit der portugiesischen Seefahrt.
Das berühmte Pastéis de Belém liessen wir aufgrund der langen Warteschlange links liegen. Stattdessen kauften wir die bekannten Pastéis de Nata gleich nebenan.
Nicht weit entfernt besuchten wir das Mosteiro dos Jerónimos, das Hieronymitenkloster.
Besonders beeindruckt hat uns die prachtvolle Wandelhalle mit ihren filigranen Bögen und Verzierungen.
In der benachbarten Kirche bestaunten wir ausserdem das Grab des berühmten portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama.
Wir überquerten den Rio Tejo über die Ponte 25 de Abril. Aufgrund ihrer roten Farbe wird die Brücke oft mit der Golden Gate Bridge in San Francisco verglichen.
Auf der anderen Flussseite fuhren wir hinauf zum Cristo Rei. Die Statue wurde stark vom berühmten Vorbild in Rio de Janeiro inspiriert. Mit ihrem 82 Meter hohen Sockel und der 28 Meter hohen Figur ist sie insgesamt nur 2 Meter kleiner als ihr brasilianischer Bruder.
Von hier oben genossen wir einen wunderbaren Blick auf Lissabon, den Fluss und die markante Brücke.
Rund 20 Kilometer ausserhalb von Lissabon befindet sich Sintra, das wir im Rahmen eines Tagesausflugs besuchten. Die Kleinstadt diente lange als Sommerresidenz portugiesischer Könige und ist heute vor allem für ihre zahlreichen Paläste bekannt.
Der bekannteste davon ist der Pena-Palast.
Ursprünglich ein Kloster, erinnert das Schloss heute mit seinen gelben, roten und blauen Fassaden an eine Kulisse aus dem Disneyland.
Wir schlenderten entlang der farbigen Schlossmauern und genossen die Aussicht auf das benachbarte Castelo dos Mouros, das sich auf einem weiteren Hügel erstreckt.
Zurück im Dorfzentrum von Sintra spazierten wir noch zum Palácio da Regaleira.
Knapp drei Stunden Fahrt erreichten wir unser nächstes Ziel an der Algarve.
Algarve
Für unseren Aufenthalt an der Algarve stationierten wir uns in Portimão, und die Sehenswürdigkeiten im Osten und Westen der Algarve gut zu erreichen. Dazwischen entspannte wir jeden zweiten Tag jeweils an einem der zwei Hotelpools.
Wir fuhren an den südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes zum Cabo de São Vicente.
Der dortige Leuchtturm gilt als einer der lichtstärksten Europas. Sein Lichtstrahl reicht bis zu 60 Kilometer weit über den Atlantik hinaus. Direkt beim Leuchtturm gönnten wir uns die berühmte «letzte Bratwurst vor Amerika».
In Sagres selbst machten wir uns anschliessend auf die Suche nach der bekannten Sagres-Brauerei. Gefunden haben wir sie zwar nicht, dafür aber einen schönen Strand.
Natürlich durfte auch Lagos nicht fehlen. Am Praia do Porto de Mós badeten wir vor einer eindrücklichen Kulisse aus goldgelben Felsen im Meer.
Bei der Ponta da Piedade, einem der wohl spektakulärsten Aussichtspunkte der Algarve, blickten wir von den Holzstegen in die Buchten, Felsformationen und vom Meer geformte Grotten.
Der Weg führte uns weiter bis zum Praia Dona Ana.
Auch den Praia dos Estudantes besuchten wir. Der Strand ist vor allem für den Zugang durch einen Tunnel und die markante Brücke bekannt, die zwei Felsen miteinander verbindet. Im Städtchen Lagos schlenderten wir durch die schönen Gassen der Altstadt und entdeckten mehrere farbenfrohe Wandmalereien.
In Portimão statteten wir dem Praia dos Três Irmãos einen Besuch ab.
Wenige Meter vor unserer Haus- resp. Apartmenttür lag der weitläufige Praia da Rocha.
Etwas weiter östlich befindet sich der Praia da Marinha.
Von dort aus wanderten wir auf einem Teil des bekannten „Percurso dos Sete Vales Suspensos“ entlang der Küste.
Auf dem Weg passierten wir unzählige Kalksteinformationen wie den Elephant Rock, die durch Regen, Wind und Meer über 16-24 Millionen Jahre ausgewaschen wurden.
Dabei wurde uns auch klar, weshalb an vielen Stränden Schilder davor warnen, direkt unter den Felswänden zu liegen. Die Küste verändert sich ständig. Besonders im Winter werden immer wieder kleinere und grössere Teile der Felsen vom Meer abgetragen (2mm bis 2m pro Jahr).
Unterwegs erreichten wir auch die berühmte Benagil-Höhle.
Von oben blickten wir durch die riesige Öffnung in ihrem Dach hinunter, bevor wir unsere Wanderung beim Praia de Benagil beendeten. Anschliessend fuhren wir weiter nach Algar Seco. Das Wort «Algar» bedeutet Höhle oder „durch Erosion entstandene Felsformation“. Spätestens hier verstanden wir, weshalb dieser Begriff so eng mit der gesamten Region „Algarve“ verbunden ist. Entlang des Carvoeiro Boardwalks spazierten wir den Klippen entlang. Danach schlenderten wir durch das malerische Carvoeiro, dessen Häuser direkt zwischen die Felsen und das Meer gebaut wurden.
Vor Albufeira legten wir noch einen Stopp am wunderschönen Praia de São Rafael ein.
Anschliessend besuchten wir den Hafen von Albufeira mit seinen auffällig bunten Häusern, die schon von weitem ins Auge stechen.
Nach rund drei Stunden Fahrt erreichten wir erneut Lissabon, gaben unser Mietauto am Flughafen zurück und traten den Heimflug an. Genau wie beim Hinflug verlief auch die Rückreise mit unserem mittlerweile erfahrenen kleinen Reisenden überraschend entspannt.
Fazit
Rückblickend erwies sich die Aufteilung mit vier Tagen in Lissabon und neun Tagen an der Algarve als ideal.
Nach zwei Wochen und über 1000 Kilometern im Mietwagen von Waygo bleibt Portugal für uns vor allem als sehr familienfreundliches Reiseland in Erinnerung. Unser Baby wurde praktisch überall angelächelt und willkommen geheissen. Besonders positiv aufgefallen sind uns die Raststätten mit kostenlosen Toiletten sowie separaten Wickelräumen, die nicht einfach irgendwo im WC untergebracht waren.
Auch an den Flughäfen machten wir unterschiedliche Erfahrungen. In Lissabon konnten Familien mit Baby von einer Priority Lane profitieren, während uns in Zürich nichts Vergleichbares angeboten wurde.
Kulinarisch kommt man in Portugal natürlich an den Pastéis de Nata nicht vorbei. Dazu gehört ebenso ein kühles Sagres-Bier, wobei auch Sangria vielerorts angeboten wird. Die 50€ Mautgebühren für die grossen Lissaboner Brücken und die Fahrt in den Süden wurden bequem über das Via-Verde-System abgerechnet.
Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Mit Temperaturen von etwa 17 Grad in der Nacht und 25 Grad tagsüber war es angenehm warm, ohne je zu heiss zu werden. Selbst das Meer lud mit rund 23 Grad Wassertemperatur jederzeit zum Baden ein.











































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