Spanien 2025

Lange haben wir uns schwer getan, uns nach der Weltreise wieder für ein neues Reiseziel begeistern zu können. Einen Grossteil der fernen Länder auf unserer Bucketlist haben wir abgehakt und das Reisefieber brannte nicht mehr so stark wie vor der grossen Reise. Doch auch in Europa soll es viele schöne Orte geben und so machten wir uns für unsere Flitterwochen auf an die Wärme in den Süden. Easyjet brachte uns nach Andalusien, genauer gesagt nach Malaga. Dort angekommen nahmen wir unseren Mietwagen für die kommenden 12 Tage rekordverdächtig schnell bei Malagacar.com entgegen. Mit dem Seat Ibiza - wie könnte es auch anders sein in Spanien - begaben wir uns in Richtung Stadtzentrum und erholten uns in einem Kapselhotel.



Malaga und Umgebung

In der Geburtsstadt von Pablo Picasso gibt es zu seinen Ehren ein Denkmal, das es uns eher angetan hatte als die unzähligen Museen mit seinen Werken.



Auch die Römer haben die Stadt geprägt. Eines der wenigen Überbleibsel ist das römische Theater, das früher auch für religiöse und politische Veranstaltungen genutzt wurde.



Die Kathedrale von Malaga, die aufgrund von Geldmangel nur einen anstatt der geplanten zwei Türme besitzt, wurde über einer Moschee erbaut - wie viele andere Kirchen in Andalusien auch.



Am Mercado de Atarazanas entschieden wir uns gegen die Verkostung eines Stierschwanzes und für die Empanas als Zwischenmahlzeit.

Malaga war früher strategisch wichtig für Handel und Schifffahrt. Bei einem Spaziergang entlang des Piers sahen wir die Bedeutung der Schifffahrt immer noch anhand der vielen Kreuzfahrtschiffe, die im grossen Hafen angelegt hatten.



Nebenan am Malagueta Strand tauchten wir unsere Zehenspitzen ins noch kühle Wasser und beneideten die unzähligen Sonnenanbeter wegen der frischen Temperaturen noch nicht.



Stattdessen erklommen wir die Treppen zum Aussichtspunkt mit Blick auf die Stierkampfarena.



Ganz oben auf dem Hügel angekommen statteten wir der Burg Gibralfaro, arabisch für Berg und Leuchtturm, einen Besuch ab. Sie wurde im 14. Jh. von Arabern gebaut und nach der Christianisierung später von Franzosen besetzt. Von dort hatten wir eine hervorragende Aussicht über die Stadt und den Hafen.



Wir umliefen die Burg auf deren Mauern und lernten, dass diese als Wachtum diente und es bereits im 18. Jh. Jasskarten gab, die den heutigen sehr stark ähnlich sind.



Unterhalb der Burg erkundeten wir die gut erhaltene Alcazaba-Festung, die als Kaserne für Truppen diente.



Die Wasserrinnen durch die ganze Festung und die schönen Innenhöfe zieren die schön gepflegte gepflegte Anlage.



Unsere Reise führte uns weiter ins Landesinnere hoch ins Gebirge in den Torcal Nationalpark. Schon vor dem Eingang hüpften zwei Bergziegen über die Strasse.



Früher lebten auch Luchse, Bären und Wölfe in der steinigen Karst-Landschaft, die während unserem Besuch leider in Nebel und Regen verhüllt war und wir keine 50 Meter weit sahen.



Dem Wetter geschuldet machten wir nur eine kleine Runde zur wohl berühmtesten Felsformation, dem El Tornillo de Torcal, und wärmten uns im trockenen Besucherzentrum auf.



Dort lernten wir, dass das Gebiet früher mit Wasser bedeckt war und durch starke Erosion vor 150 Mio. Jahren entstand, als das Wasser einen Teil des Gesteins wegspülte und darunter unzählige Fossilien hervorkamen.


Über die kurvige Bergstrasse gelangten wir weiter nach El Chorro und zum legendären Caminito del Rey. Wir erhielten einen Helm und Audioguide und starteten unsere Wanderung in die Schlucht hinein, in der mehrere Flüsse zusammenkommen.



Bald wurde es schmaler und wir begaben uns auf den berühmten schmalen Holzweg, der 2015 wiedereröffnet wurde und entlang der Felswände führt.



Der Weg wurde für die Arbeiter geschaffen, um die Staudämme und Kanäle in der Schlucht zu erreichen.



Den Namen "der kleine Königsweg" erhielt der Pfad, weil der König bei einem Besuch auf diesem Weg lief, aber nur die ersten 700m von den total 5km schaffte. Heutzutage führt zum Glück ein neuer, restaurierter Weg über dem alten Pfad, der heute sicher, aber dennoch nichts für schwache Nerven ist.



Pueblos Blancos & Ronda

Danach begaben wir uns auf die Ruta de los Pueblos Blancos, die Route der weissen Dörfer. Wir machten Halt in Olvera, das gemäss „National Geographic“ zu einem der schönsten 10 Dörfer in Europa zählt.



Wir fühlten uns wie in Kolumbien in den schönen Gassen und spazierten zur Kirche hoch, die an der höchsten Erhebung im Dorf erbaut wurde.



Von dort hatten wir eine super Aussicht auf die Umgebung.



Im Dorf selbst entdeckten wir das erste mal die vielen Orangenbäume, welche dem Trottoir entlang gepflanzt wurden.



Die Weiterfahrt führte an riesigen Olivenplantagen entlang und wir lernten, dass grüne und schwarze Oliven von denselben Bäumen kommen und es nur vom Zeitpunkt der Ernte abhängt, ob sie grün sind (frühe Lese) oder schwarz (späte Lese).



In Setenil de las Bodegas angekommen spazierten wir durch die Gassen, deren Häuser direkt unter die massiven Felsen gebaut wurden.



So kann es schon mal sein, dass die Strasse unter einem Felsen hindurchführt.



Das Dorf verzeichnet mit der Calle Herreria eine der schönsten Gassen Andalusiens. Von diversen höhergelegenen Aussichtspunkten hatten sahen wir, wie das Dorf in die Felsformationen hineingebaut wurde.



Die Fahrt führte uns weiter nach Ronda, das vor allem für die Puente Nuevo bekannt ist, welche über die El Tajo Schlucht führt.



Diese "neue Brücke" war im 19. Jh. mit knapp 100 Metern die höchste Brücke der Welt und verbindet die zwei Stadtteile miteinander. Bis unmittelbar an die steilen Felswände wurden auf dem Plateau oben Häuser gebaut.



Wir begaben uns ein Stück in die Schlucht herunter zu einem Aussichtpunkt, von dem wir auch den Wasserfall gut sahen, der unter der Brücke hindurchfliesst.



Danach besichtigten wir die schönste Stierkampfarena Andalusiens, die Plaza de Toros de Ronda. Sie bietet Platz für 4’500 Zuschauer und hat auch eine Königsloge. Das Spektakel findet jeweils während der Semana Santa (Heilige Woche) an Ostern und im September statt. In dieser Zeit werden nebenan im Gehege acht Stiere gehalten, von denen einer für den Kampf ausgelost wird. Er darf noch nie gekämpft haben und muss muskulös sein. Bereits im 18. Jh. waren die Stierkämpfe ethisch umstritten - und dennoch lassen es sich die Spanier mit bis zu 200 EUR pro Ticket einiges kosten.



Die verschiedenen Wettkämpfe wie Reiten auf einem Stier, Kämpfe mit jungen Stieren oder Torreros (Stierkämpfer) in einem Kostüm laufen meist in denselben Akten ab. Nach dem Vorspiel reitet der Picador auf einem Ross in die Arena und rammt dem Stier eine Lanze in den Nacken, um ihn zu schwächen. Danach zeigt der Matador mit einem rotem Tuch seine Kunst und muss den Degen dem Stier vorne ins Herz rammen, damit er einen schnellen Tod hat. Heutzutage werden die Stadien aber auch anderweitig für Aufführungen genutzt.

Auf der Fahrt Richtung Süden machten wir im idyllisch gelegenen Casares Halt, bevor es nach La Linea de la Conception weiterging.



Von dort machten wir einen Tageausflug in den benachbarten Kleinstaat Gibraltar und begaben uns anschliessend weiter nach Tarifa.


Tarifa und Umgebung

In Tarifa liegt der südlichste Punkt auf dem europäischen Festland und hier wechselt auch das Meer vom Mittelmeer zum Atlantik. Die Strasse von Gibraltar ist an ihrer schmalsten Stelle keine 15km und somit ergibt sich eine gute Sicht auf den afrikanischen Kontinent.



Wir aber blieben auf der europäischen Seite und bummelten kurz durch die Altstadt.



Ausserhalb der Stadt stapften wir am Bolonia Strand auf die grossen Sanddünen hoch.



Anschliessend streckten wir unsere Füsse in den kalten Atlantik und entschieden uns, das (Wind)-Surfen zu vertagen.



Über die erstaunlich grünen Felder mit duzenden Windwändern fuhren wir der Küste entlang weiter nach Cadiz.



Cadiz

Um auf die Halbinsel zu gelangen, passierten wir die riesige Puente de la Constitucion.



In der ältesten Stadt Westeuropas angekommen, bummelten wir von Platz zu Platz. Wir machten Halt beim römischen Theater, das sich Mitten in der Innenstadt befindet. Die Kathedrale ist auch als "Kathedrale der Amerikaner" bekannt, weil sie mit Geldern aus dem Handel mit Amerika finanziert wurde.



Von der Mauer an der Promenade Campo del Sur hatten wir eine guten Blick auf die Kathedrale und das Meer.



Über einen langen Steg gelangten wir auf eine kleine, vorgelagerte Insel, auf der sich die Burg San Sebastian befindet, in der schon Szenen für James Bond gedreht wurden. Wieder zurück auf dem Festland statteten wir auch der Burg Santa Catalina einen Besuch ab, die 1947 bei einer Explosion eines Waffenstützpunktes teilweise zerstört wurde.



Nach einem letzten Stopp beim grossen Theater machten wir uns wieder auf den Weg ins Landesinnere nach Sevilla.



Sevilla

War Cadiz noch menschenleer und wir sahen kaum Touristen, wimmelte es in Sevilla an jeder Ecke davon. In der Hauptstadt Andalusiens und viertgrössten Stadt Spaniens liegt die grösste gotische Kathedrale der Welt, die entsprechend stark frequentiert ist.



Ebenfalls Teil der Kathedrale ist "la Giralda", das ehemalige Minarett der Moschee und heute der Glockenturm der Kathedrale. Die Mauer mitten in der Stadt umgeben den Palast Real Alcazar.



Nebenan liegt der hübsche Platz Patio de Banderas.



Auch der halbrunde Plaza de Cabildo mit den schönen Torbogen wusste uns zu überzeugen.



Wir schlenderten durch die schönen Gassen des  jüdischen Viertels Barrio Santa Cruz.



Danach ging es zum Parque Metropol Parasol, der auch bekannt ist als Setas (Pilze) de Sevilla.



Die fast 30m hohe Holzkonstruktion ähnelt Pilzen und wurde am Abend schön farbig beleuchtet. Hier fand per Zufall noch eine Tanzshow von Tanzschülern statt, denen wir gespannt zuschauten.



Wir spazierten dem Fluss Guadalquivir entlang, auf dem die Nao Victoria liegt - das erste Segelboot, mit dem 1519-1522 die Welt umsegelt wurde. Nach dem Torre del Oro bogen wir ab zur Plaza de Espana, einem halbkreisförmigen Platz mit einem riesigen Gebäude, worin die Armee beherbergt.



Vor dem Gebäude liegt ein kleiner Kanal, der wegen der vielen Ruderbooten etwas an Venedig erinnert.



Geschmückt ist der Platz mit 48 Keramikbänken, wobei jede Bank einer spanische Provinz gewidmet wurde.



Ausserhalb der Stadt erholten wir uns vom vielen Sightseeing der letzten Tage im Hotelpool.


Cordoba und Umgebung

Auf den weiteren Weg nach Cordoba stoppten wir im Castillo de Almodovar del Rio. Bereits bei der Anfahrt waren wir beeindruckt von der Ansicht, weil es wir Schloss aus dem Bilderbuch aussieht.



Das Castillo ist eine der am besten erhaltenen und schönsten Burgen von ganz Spanien, weil es anfangs 20. Jh. über viele Jahre umfassend restauriert wurde.



So schön, dass auch Szenen für Game of Thrones hier gedreht wurden.



Dank der Musik und den Lichteffekten wirkt es sehr authentisch, sodass wir uns wie im Mittelalter fühlten. Wir spazierten oben auf der Burgmauer rundherum und stiegen auf alle neun Türme hoch. Von diesen hatten wir eine gute Aussicht in alle Richtungen.



Das Castillo war die wichtigste strategische Burg zwischen Sevilla und Cordoba im Mittelalter und wurde als Zwischenlager für Schätze verwendet. Wir begaben uns runter ins Verlies, das ebenfalls sehr authentisch gemacht wurde und fühlten sehr gut, wie die Gefangenen früher in der Zelle festgehalten wurden.



Wir lernten einiges über diverse Schwerter von Robin Hood über Dschingis Khan bis zu Kolumbus.



Im Rittersaal wurden noch einige Schulkinder zu Rittern geschlagen, bevor wir weiterfuhren ins Zentrum von Cordoba rein.



Dort schauten wir uns die schönen Vorgärten an, die mit unzähligen Blumen geschmückt waren.



An der Plaza de las Flores hingegen war noch nichts für den alljährlich stattfindenden Patio-Wettbewerb geschmückt, für den die Innehöfe prächtig dekoriert werden. Dafür aber war die Zugangsstrasse geschmückt, die zur Hauptattraktion der Stadt führt, der Moschee-Kathedrale Mezquita.



Ursprünglich war es eine Basilika (Kirche), aber als Cordoba während der islamischen Herrschaft rund ums Jahr 1000 zur grössten Stadt Europas wuchs, wurde aus der Kirche eine Moschee und ein Minarett gebaut.



Dazumal war die Mezquita die zweitgrösste Moschee weltweit hinter jener in Mekka, bis die blaue Moschee in Istanbul erbaut wurde. Wie andere Moscheen in Andalusien war auch diese nicht nach Mekka ausgerichtet, sondern 51 Grad nach Süden. Heute ist die Mezquita wieder eine Kirche und ihre schönen weiss-rote Bogen locken duzende Touristen von der ganzen Welt an.



Wir spazierten über die Puente Romano auf die andere Flussseite, von der wir eine super Aussicht auf die Moschee-Kathedrale hatten.



Wir stoppten beim Plaza de la Corredera mit den schönen Rundbogen und liefen weiter durchs Almodovar Tor ins jüdische Viertel.



Dort besichtigten wir die Synagoge und lernten, dass dies die einzige in Andalusien und eine von nur noch drei Verbleibenden in ganz Spanien ist. Nach diesem kulturellen Exkurs fuhren wir weiter den schneebedeckten, weissen Bergen der Sierra Nevada entgegen.



Am Fusse dieser liegt Granada, das weltbekannt ist für die Alhambra.


Granada und Umgebung

Wir begaben uns zur Kathedrale mit der direkt angebauten königlichen Kapelle nebenan.



Danach schlenderten wir durch das arabische Viertel Alcaicera mit dem Strassenbasar, bevor wir hoch zur Alhambra stapften.



Die Alhambra mit der Festung, den Gärten und den Nasriden-Palästen, in denen die katholischen Könige lebten, sahen wir nur von aussen, da die Tickets für die Innenbereiche über 1.5 Monate vorher ausverkauft waren - und das in der Nebensaison.



Der älteste Teil der Alhambra ist die Alcazaba, die militärische Festung, welche die Paläste schützte. Wir besichtigten den Palast von Karl V. mit dem kreisförmigen Innenhof mit italienischem Einfluss von Michelangelos Stil. Anschliessend zogen wir weiter auf den anderen Hügel der Stadt im Viertel Albaicin.



Vom Aussichtspunkt San Nicolas sahen wir dir gesamte Alhambra in ihrer Pracht und erst da wurden uns die Dimensionen der gesamten Anlage bewusst.



Mit dem Auto ging es Richtung Berge der Sierra Nevada nach Monachil. Auf dem Wanderweg Cahorros de Monachil wanderten wir über einige Hängebrücken in die Schlucht hinein.



Dort krochen wir z.T. auf allen Vieren dem Fluss und der steilen Felswand entlang.



Auf dem Rückweg huschte noch eine kleine Schlange über den Weg.


Guadix

Guadix ist bekannt für die Höhlenhäuser, von denen auch wir eines besichtigten. Wir sahen, wie die Menschen unter dem Erdboden leb(t)en. Von aussen sind nur die vielen weissen Kamine sichtbar, die aus dem Erdboden herausragen.



Eine der Höhlen wurde auch für eine Szene im Film „der Zauberer von Oz“ als Drehort verwendet. Ausserhalb vom Dorf fuhren wir aufs Plateau hoch zum Mirador Fin den Mundo, dem Aussichtspunkt auf das „Ende der Welt“. Dank dem „schlechten“ Wetter hatten wir wirklich das Gefühl, dass die Welt bald untergeht.



Die grandiose Landschaft erinnerte uns an den Westen der USA, Kappadokien in der Türkei oder  Cafayate in Argentinien.



Vor uns lag eine Halbwüste, hinter uns die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada - was für ein Panorama.



Tabernas Wüste

Wir zogen dann auch weiter nach Tabernas in die einzige wirkliche Wüste Europas. Sie ist als „echte“ Wüste definiert, weil es immer sehr trocken ist - ausser an diesem Tag, als wir dort waren, schüttete Petrus seine Tränen aus. Die Landschaft erinnert dennoch stark an die Gegend im Westen der USA.



Dies ist wohl auch der Grund, weshalb in den 60er und 70er Jahren hier diverse Westernfilme gedreht wurden - u.a. „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „zwei glorreiche Halunken“. Die Kulisse wird auch heute noch als Drehort z.B. für Game of Thrones verwendet. Eines dieser Filmsets ist heute ein Themenpark: Oasis Mini Hollywood.



Diverse Western Filme mit Schauspielern und Regisseuren wie Clint Eastwood, Bud Spencer, Terence Hill, Steven Spielberg, Harrison Ford, Arnold Schwarzenegger, Sean Connery oder der Schweizerin Ursula Andres wurden hier gedreht.



Vor 50 Jahren wurde hier eine komplette Westernkulisse aufgebaut, die von Sheriffsbüro mit Gefängnis, Barbershop, Friedhof, Bank, diverse Saloons, Schule, Brauerei, Feuerwehr, Kirche, Goldmine etc. alles beinhaltet, was es in einem Western Dorf so gab.



Sogar ein Bahnhof mit Zuggeleisen und einem Waggon ist vorhanden. Interessanterweise besteht das Dorf nicht nur aus den Frontwände wie bei anderen Filmkulissen in den Universal Studios oder in Ouarzazate in Marokko, sondern es wurden ganze Gebäude errichtet. Nebst einer Can-Can-Tanzshow sahen wir auch live eine Western Show mit actionreicher Schiesserei und einer gut inszenierten Erhängung.



Wir lernten etwas über die Entwicklung der Filmtechnik, die zuerst nur mit Dias bis ca. 1900 stattfand und erst danach erste die Spielfilme aufkamen. Nebenan im riesigen Zoo sahen wir von Erdmännchen, Nashornvogel, Warzenschwein, Gepard, Nilpferd, Giraffen, Gazellen, Waterbucks, Oryx, Zebras, Straussen, Gnus, Wasserbüffel und Wüstenfuchs viele Tiere vom südlichen Afrika, die wir auf unserer Weltreise ebenfalls sahen.



Auch den König der Tiere sowie die eher seltenen Lemuren, Nashörner und Leoparde bekamen wir zu Gesicht.



Auch von Südamerika sahen wir Tiere wie die fleischfressenden Schnappschildkröten vom Amazonas, Flamingos und diverse Echsenarten.



Die giftigsten Frösche der Welt, von deren Gift man nur schon durch Berührung stirbt, waren zum Glück gut eingeschlossen. Wir stärkten uns in der Route 66, einem typisch amerikanischen Restaurant, in dem es eine grosse Portion Spareribs gab.



Der Küste entlang fuhren wir an den vielen Gewächshäusern vorbei nach Nerja.


Nerja

Vom Aussichtspunkt Balcon de Europa hatten wir einen guten Blick auf die Buchten rechts und links.



Dort verbrachten wir dann auch unsere letzten Stunden, bevor wir in Malaga unser Mietauto zurückgaben und auf direktem Weg nach Hause flogen.


Fazit

In den 12 Tagen fuhren wir rund 1’300km, was täglich ca. 1-2 Stunden bedeutete und jeden Tag eine andere Unterkunft. Diese kosteten uns ca. Fr. 50 pro Nacht für ein Zimmer -  in Städten eher mehr, auf dem Land eher weniger. Im Sommer gehen viele Hotelzimmer für das 3- bis 4-fache über den Tisch. Das Parken kostete uns rund EUR 20 pro 24h in den Städten. Mit viel Glück fanden wir vereinzelt einen freien Parkplatz irgendwo sonst am Strassenrand. In den Städten fanden die Vorbereitungen für die Semana Santa, die heilige Osterwoche, statt, in der die Preise überall hochgehen. Tickets für beliebteste Sehenswürdigkeiten waren bereits bei unserem Besuch in der Woche einige Tage im Vorfeld ausverkauft. Einige Sehenswürdigkeiten waren während der Siesta z.T. geschlossen. Auch viele Restaurants öffneten erst ab 20:00 oder 20:30 fürs Abendessen, das uns ca. EUR 10-15 pro Menü kostete. Zu Essen gab es vielerorts Paella oder zwischendurch ein Jamon Iberico Sandwich. Die Schweinskeulen hierfür findet man in jedem Supermarkt, Metzgerei und in vielen Gastrobetrieben auf den Schinkenhaltern aufgespannt.



Neben dem Schinken ist auch der pikante Chorizo oder der süsse Dessert Churros vielerorts erhältlich.



Getrunken wir nebst lokalem Rotwein auch Bier oder Sangria. Mit dem Wetter hatten wir etwas Pech und starteten mit etwas Regen bei kalten 15 Grad. Anschliessend wurde es angenehm warm mit 28 Grad, bevor wir gegen Ende wieder verregnet wurden in der Wüste. Das Meer war aber mit 16 Grad Wassertemperatur für uns sowieso zu kalt zum Baden.



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