Gibraltar 2025

Auf unserer knapp zweiwöchigen Rundreise durch Andalusien machten wir einen kurzen Abstecher in den Kleinstaat Gibraltar. Wir parkierten unseren Mietwagen in der spanischen Grenzstadt La Linea de la Conception, um diesen nicht in ein anderes Land einführen zu müssen und passierten die Grenze unkompliziert zu Fuss. Um in die Stadt zu gelangen, mussten wir die Landebahn des Flughafens ebenfalls zu Fuss überqueren.


Im Städtchen angekommen merkten wir schnell den Britischen Einfluss. In den Strassen wurde Englisch gesprochen und es gab immer wieder mal eine rote Telefonkabine und Postbox.


In der Einkaufsstrasse, in der wir uns wie im Liechtenstein fühlten, wurde überall mit Pfund (GBP) bezahlt und die Autos hatten ihre eigenen Autokennzeichen (GBZ). Der einzigen Unterschied ist, dass sie auf der rechten Seite fahren. Im 18. Jh. trat Spanien Gibraltar an Grossbritannien ab. Seither ist Grossbritannien für die Aussenpolitik und Verteidigung zuständig.


Im Nationalpark wanderten wir zur Devils Gap Festung hoch, bei der noch die alten Kanonen von 1902 in Originalfassung stehen.


Ein Stück weiter kamen uns beim Ape‘s Den die einzigen wilden Affen (Makaken) Europas entgegen. Diese machten es sich sogar auf den Seitenspiegel der Autos gemütlich und fuhren einige Meter mit.


Wir schauten den Primaten beim Lausen zu und gingen über die Mauer ganz hoch zum Signal Hill, wobei wir immer wieder über die Affen steigen mussten, die es sich auf der Treppe gemütlich gemacht hatten.


Oben angekommen trafen wir auch auf die Touristenmassen, welche die bequemere Variante bevorzugten, um nach oben zu gelangen.


Bei der Aussichtsplattform und dem Skywalk angekommen stiegen wir auf den Glasboden, der uns eine gute Rundumsicht auf die darunterliegende Bucht und die steilen Felswände ermöglichte.


Bei O‘Hara’s Battery Fort schauten wir in dessen Maschinenraum rein, in dem auch noch alte Waffen ausgestellt sind. Auf dem weiteren Weg hinunter stoppten wir in der riesigen St. Michaels Höhle.


In mehreren der bis 62m hohen Kammern formen sich einige der Stalaktiten mit der richtigen Belichtung zu Figuren wie z.B. einem Engel.


Wurde die Höhle früher auch von Soldaten als Zufluchtsort verwendet, bietet sie heute mit einer Kinobestuhlung für 400 Personen sogar eine Sound- & Lightshow. Weiter ging es ganz in den Süden zur schönen Ibrahim Moschee.


Auch der Europe‘s Point Leuchtturm nebenan kann sich sehen lassen.


Von dort hatten wir einen guten Blick auf den afrikanischen Kontinent nach Marokko, das keine 25km von uns entfernt war.


Dazwischen liegt die Strasse von Gibraltar, in der Walfang noch lange Tradition hatte, aber zum Glück auch heute immer noch Wale gesichtet werden können.

Fazit
In dem einen Tag spazierten wir das Land einmal komplett von Norden nach Süden ab. Dies reichte auch, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Mit 40‘000 Einwohnern weist der Kleinstaat zwar gleich viele Bewohner wie Liechtenstein auf, ist aber flächenmässig über 20x kleiner. Viel günstiger ist das Land ebenfalls nicht, auch der Eintritt in den Nationalpark ist mit satten 30 Pfund happig, dafür sind alles Sehenswürdigkeiten wie die Festungen und Höhle inkludiert. Auch ein Stück Kuchen kostete stattliche 6 Pfund (Fr. 6.50). Dafür sparten wir uns die teuren Parkplätze und Einreise mit dem Auto. Auffallen waren die vielen jüdischen Familien, die wir in den Strassen und auf den Spielplätzen sahen. Dies kommt wohl daher, dass sie früher in den benachbarten katholischen Ländern vertrieben wurden und in Gibraltar Zuflucht fanden.

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