Belize 2018


San Ignacio und Umgebung
Von Guatemala kommend reiste ich über den Landweg nach Belize ein. Der erste Stop war San Ignacio im Westen von Belize, die zweitgrösste Stadt des Landes. Hier machte ich mich mit dem Chicken Bus auf zu der Mayastätte Xunantunich. Nach der Flussüberquerung mit der Fähre beobachtete ich auf dem Weg zur Stätte eine Brüllaffen-Familie mit Jungtieren in den Baumwipfeln über mir.


Da die Stätte nur gerade 700m von der Grenze zu Guatemala liegt, patroullierten auf der grössten Pyramide Soldaten, welche die Grenze im Auge behalten. Zum Glück hat eine grosse Reisegruppe mit Kreuzfahrttouristen Minuten zuvor die Stätte verlassen, sodass ich die schöne Tempelanlage nur mit einer handvoll Touristen teilen musste.


Am nächsten Tag machte ich eine Tour in die ATM caves (Actun Tinichil Muknal), die mich zwar ein halbes Vermögen kostete, aber dennoch jeden einzelnen Dollar wert war. Nachdem wir durch einen Fluss geschwommen sind und die einstündige Wanderung zum Höhleneingang hinter uns hatten, fassten wir Helm und Stirnlampe. Diese zwei Utensilien waren für die nächsten 3-4h unsere Lebensversicherung in der Höhle, in der wir an Stalagmiten und Stalagtiten vorbeischwimmen und -klettern, bis wir zu einer grossen "Halle" kamen.
 

Dort waren rund 1'200 Jahre alte Überreste von Tontöpfen, Geschirr, Affenskelette sowie drei Skelette von Menschen zu bestaunen.


In den Strassen von San Ignacio sind auffallend viele Mennoniten mit Ross und Kutsche unterwegs. Sie sind Nachfahren europäischer Auswanderer und leben sehr abgeschottet vom Rest der Gesellschaft.

Caye Caulker
Am Ende meiner 4-wöchigen Reise waren noch einige Tage relaxen angesagt, und dies kann man in Belize nirgendwo besser als auf Caye Caulker. Die Insel liegt rund 20km vom Festland entfernt und nach einer Fahrt mit dem Chickenbus und dem Speedboot von Belize City erreichte ich Caye Caulker im strömenden Regen. Bereits bei der Ankunft steht das Motto der Insel auf einer Tafel geschrieben: "go slow".


Dies nehmen sich die Inselbewohner zu Herzen und auch Touristen werden mit einem freundlichen "slow down buddy" darauf aufmerksam gemacht. Die Tage verbringen die meisten am sogenannten Split, an dem die Insel nach einem Hurrican vor 50 Jahren entzwei geteilt wurde und nun ein 50m breiter Kanal hindurchführt. Alternativ kann man auch mit einem Kanu den Kanal durchqueren und auf der Insel Coco King die Ruhe geniessen.


Die allabendlichen Partys in der Sport- und Reggae-Bar - übrigens die einzigen zwei Ausgangsmöglichkeiten, in denen sich die gesamte Insel trifft - gehören natürlich auch zum Karibikfeeling dazu. Natürlich durfte ein Schnorchelausflug ans Belize Barrier Reef, das zweitgrösste Riff der Welt nach dem Great Barrier Reef, nicht fehlen. Die Unterwasserwelt hier ist eifach umwerfend. Neben den unzähligen bunten Fischen und Korallen sah ich Seepferdchen, Aale, Hummer, Riffhaie, Schildkröten, Delfine, Stachel- und sogar einen Mantarochen. Und so erging es mir wie fast jedem Tourist, der auf Caye Caulker ist: man bleibt länger als geplant. Nach fünf (teilweise langen) Nächten musste aber auch ich Abschied nehmen und trat die Heimreise in die kalte und verschneite Schweiz an...


Fazit
Auch wenn Belize etwas teurer ist als seine Nachbarn Mexiko und Guatemala, ist es meiner Meinung nach definitiv eine Reise wert. Die höheren Preise kommen zustande, da Belize einen Grossteil aller Güter importieren muss und die meisten Unternehmen in chinesischen Händen sind. Belize ist das einzige Land in Mittelamerika, in dem die offizielle Amtssprache Englisch ist. Nebenbei sprechen die hier lebenden Kreolen auch spanisch und natürlich kreolisches Englisch. Die Einheimischen sind alle sehr freundlich und meistens den ganzen Tag bekifft.

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