Namibia 2016
Am Mo. 25.01.2016 startete unsere nächste Reise auf einen anderen, bislang noch nicht von uns bereisten Kontinent: Afrika. Genauer gesagt in den Süden nach Namibia zog es uns. Micha und ich hatten beide 4 Wochen Semesterferien und wir wollten die Zeit nutzen um ein neues Land zu erkunden.
Tag 1 Windhoek
Der 10 stündige Flug mit Air Namibia von Frankfurt haben wir gut überstanden und wir machten es uns für eine Nacht in Windhoek im Hotel Uhland gemütlich. Hier holten wir verpassten Schlaf nach, erkundeten uns über die Route, machten einen kurzen Spaziergang durch die Stadt und genossen das erste Oryx-Steak (Antilope) beim berühmten Joe's Beerhouse. Die anhaltende Dürre machte sich auch hier bemerkbar. Windhoek droht bis im Juli 2016 ein leerer Stausee, sollte es nicht in den nächsten Monaten zu heftigen Regenfällen kommen. Deswegen wurden auch viele Wasser-Sparmassnahmen eingeleitet.
Der 10 stündige Flug mit Air Namibia von Frankfurt haben wir gut überstanden und wir machten es uns für eine Nacht in Windhoek im Hotel Uhland gemütlich. Hier holten wir verpassten Schlaf nach, erkundeten uns über die Route, machten einen kurzen Spaziergang durch die Stadt und genossen das erste Oryx-Steak (Antilope) beim berühmten Joe's Beerhouse. Die anhaltende Dürre machte sich auch hier bemerkbar. Windhoek droht bis im Juli 2016 ein leerer Stausee, sollte es nicht in den nächsten Monaten zu heftigen Regenfällen kommen. Deswegen wurden auch viele Wasser-Sparmassnahmen eingeleitet.
Tag 2 Windhoek - Waterberg (330 km)
Am nächsten Morgen wurden wir mit 1.5h Verspätung endlich beim Hotel abgeholt und an den Flughafen chauffiert. Dort nahmen wir nach ausführlichen Gebrauchsanweisungen unser 4x4 Camper Trax bei KEA entgegen, in welchem wir die nächsten 23 Tage auf der Strasse verbringen werden.
Los gings zurück nach Windhoek, wo wir uns in einem Supermarkt für die nächsten 3 Wochen "on the road" eindeckten. Die Fahrt dorthin war bereits eine Herausforderung, denn an den Linksverkehr mussten wir uns erst einmal gewöhnen. Auch die Benzinkanister wurden als Reserve aufgefüllt, da Tankstellen unterwegs Mangelware sind. Hier wurden wir bereits ein erstes Mal von einem Tankstellenangestellten gefragt, ob wir nicht mehr benötigte T-Shirts zu verschenken haben.
Tag 3 Waterberg - Grootfontein (281 km)
Früh morgens noch vor Sonnenaufgang machten wir uns mit einem Guide auf den Weg auf das Waterberg Plateau, das sich rund 200m erhebt.
Noch vor dem Parkeingang fuhren wir an den ersten drei Giraffen vorbei. Gleich nach dem Eingang wartete das erste Tier der "Big Five" auf uns: der Büffel. Im Gebüsch versteckte er sich, erledigte geduldig sein Geschäft, ehe er sich kurz darauf verabschiedete und wieder in der dichten Vegetation verschwand. An den folgenden zwei Wasserlöchern hatten wir kein Glück irgendwelche Tiere zu erspähen. Doch dann meinten es die Tiere gut mit uns und ein Breitmaulnashorn stand plötzlich unmittelbar vor uns auf dem Weg.
Unbeeindruckt posierte es für ein Foto und verschwand anschliessend im Busch. Dies war bereits das zweite Tier der "Big Five". Wenige Meter dahinten beobachten uns sechs neugierige Giraffen. Auch sie stellten sich in Reih und Glied, um bestens auszuhen für das Album.
Nach dem Game Drive fuhren wir weiter in Richtung Norden nach Grootfontein. Da wir uns für die "falsche" Strasse entschieden haben, führte unser Weg durch winzige Dörfer, die vermutlich noch nie einem weissen Touristen begegnet sind und uns auch dementsprechend ansahen.
Auf Roys Campsite angekommen begegneten wir den ersten Personen auf einem Stellplatz überhaupt. Jeremy und Sjaron Nel schenkten uns eine Flasche Südafrikanischen Wein und wir dankten es ihnen mit Schweizer Schokolade. So entstand schnell ein Gespräch und wir fanden heraus, dass die beiden aus Südafrika nach Namibia ausgewandert sind. Jeremy ist einer der wenigen Chirurgen in Windhoek und reist mit seiner Ehefrau, die ihn assistiert, all zwei Monate für eine Woche nach Otjiwarongo und eine Woche nach Grootfontein. Dort führen die beiden Operationen jeglicher Art durch, die unzähligen Menschen bereits das Leben gerettet haben. Auch viele Touristen, die wegen Autounfällen eine Notfalloperation benötigten, konnten bereits gerettet werden. Ebenfalls erhielten wir viele hilfreiche Tipps für unsere Route, welche wir nach diesem Gespräch nochmals vollständig auf den Kopf stellten.
Tag 4 Grootfontein - Divundu (414 km)
Somit fuhren wir am nächsten Tag über Rundu nach Divundu. Hier benötigten wir zum ersten Mal unser Allradantrieb (4x4), um überhaupt zum Ngepi-Campingplatz zu gelangen. Dort angekommen stellten wir unser mobiles Zuhause direkt neben dem Fluss ab, in dem sich Krokodile und Flusspferde befinden. Letztere kommen in der Nacht jeweils auf den Campingplatz, um zu grasen.

Somit fuhren wir am nächsten Tag über Rundu nach Divundu. Hier benötigten wir zum ersten Mal unser Allradantrieb (4x4), um überhaupt zum Ngepi-Campingplatz zu gelangen. Dort angekommen stellten wir unser mobiles Zuhause direkt neben dem Fluss ab, in dem sich Krokodile und Flusspferde befinden. Letztere kommen in der Nacht jeweils auf den Campingplatz, um zu grasen.
Tag 5 Divundu - Kongala (248 km)
Am nächsten Morgen machen wir uns mit einem Boot auf Pirschfahrt, um die Flusspferde zu suchen. Und tatsächlich liessen sich einige dieser, in Herden lebenden Tiere, am Ufer blicken. Nur ihre Augen ragten aus dem Wasser und starrten uns bedrohlich an.
Mit viel Glück bekamen wir auch ein Krokodil zu Gesicht, das sich auf einer Sandbank sonnte. Unser Guide fuhr so nahe an das Krokodil, dass wir dachten er wolle es am Liebsten einpacken und mitnehmen, insbesondere da es auch für ihn ein besonderes Ereignis war.
Nach dieser gelungenen Bootstour führte unser Weg nach einem kurzen Stopp bei den Popa Fällen weiter in Richtung Osten. Wir fuhren immer tiefer in den Caprivi-Strip hinein, alles quer durch den Bwa-Bwata-Nationalpark. Nach den vielen Elefanten-Warnschildern und einer kurzen Info durch die Polizei wurde uns bewusst, dass hier regelmässig Elefanten, Hyänen und Kudus die Strasse überqueren. Im Kwando-Campsite angekommen gab es wie üblich ein schönes Stück Fleisch vom Grill zum Abendessen und danach eine Dusche unter freiem Himmel.

Tag 6 Kongala - Mamili NP (106 km)
In den frühen Morgenstunden brachen wir auf, da im Mudumu Nationalpark wegen dem Regen in den vergangenen Tagen keine Tiere zu sehen waren. Deshalb versuchten wir unser Glück im weiter südlich liegenden Mamili Nationalpark (auch Nkasa Rupara Nationalpark genannt).
In den frühen Morgenstunden brachen wir auf, da im Mudumu Nationalpark wegen dem Regen in den vergangenen Tagen keine Tiere zu sehen waren. Deshalb versuchten wir unser Glück im weiter südlich liegenden Mamili Nationalpark (auch Nkasa Rupara Nationalpark genannt).
Auf dem Weg dorthin sahen wir in der verlassenen Gegend ein Streifengnu. Und bereits vor dem Parkeingang traffen wir Kudus, Gazellen und etliche Wildschweine an.

Kurz nach dem Parkeingang begegneten wir dann auch bereits den ersten Zebras. Wir fuhren den ganzen Tag gemächlich auf den holprigen Sandstrassen quer durch den Park bis an die Grenze nach Botsuana. Dabei sahen wir unzählige Springbocks, Waterbucks, Adler, Wildschweine, Kudus sowie Gazellen. Auch einen Geier, eine Leopardenschildkröte sowie rund ein Duzend Nilpferde bekamen wir zu Gesicht.

Kurz nach dem Parkeingang begegneten wir dann auch bereits den ersten Zebras. Wir fuhren den ganzen Tag gemächlich auf den holprigen Sandstrassen quer durch den Park bis an die Grenze nach Botsuana. Dabei sahen wir unzählige Springbocks, Waterbucks, Adler, Wildschweine, Kudus sowie Gazellen. Auch einen Geier, eine Leopardenschildkröte sowie rund ein Duzend Nilpferde bekamen wir zu Gesicht.
Am Abend kehrten wir auf den Livingstone Campingplatz zurück, wo wir uns mit Konny von Schmettau unterhielten. Sie ist eine Reisejournalistin, die seit vielen Jahren in Namibia lebt und rund fünf Bücher darüber geschrieben hat. Da wir von zwei holländischen Touristen erfuhren, dass diese Löwen, Elefanten und einen Leoparden im Nationalpark gesehen haben, entschieden wir uns nochmals einen Tag anzuhängen.
Tag 7 Mamili NP (104 km)
Kurz nach Sonnenaufgang machten wir uns wieder auf den Weg in den Nationalpark. Wir fuhren genau die Route ab, die uns Adolf, der deutsche Campingplatzbesitzer, abgab. Hier sollten wir die meisten Tiere sehen. Doch nach einigen Kilometern verhinderte ein Flusspferd und ein Fluss unser Weiterkommen. Somit drehten wir und sahen neben den bereits einen Tag zuvor erspäten Tieren auch noch drei Büffel auf dem offenen Feld.
Kurz nach Sonnenaufgang machten wir uns wieder auf den Weg in den Nationalpark. Wir fuhren genau die Route ab, die uns Adolf, der deutsche Campingplatzbesitzer, abgab. Hier sollten wir die meisten Tiere sehen. Doch nach einigen Kilometern verhinderte ein Flusspferd und ein Fluss unser Weiterkommen. Somit drehten wir und sahen neben den bereits einen Tag zuvor erspäten Tieren auch noch drei Büffel auf dem offenen Feld.
Obwohl sich die Elefanten, Löwen und Leoparden trotz den über 100 gefahrenen Kilometern nicht blicken liessen, erhielten wir sehr viele neue Eindrücke von der Landschaft und der Tierwelt Afrikas...
Tag 8 Mamili NP - Rundu (502 km)
Kurz nachdem wir vom Campingplatz losgefahren sind, versperrten uns rund 20 Zebras mitten auf dem Highway den Weg. Natürlich störte das uns nicht und wir beobachteten die Tiere.
Auf dem weiteren Weg sahen wir die Menschen oft kilometerlang der Strasse entlang laufen, um zu einem Brunnen zu gelangen. Beim Mittagsrast verschenkten wir unsere leeren 5L-Wasserflaschen einem Stammesangehörigen, der sie dankend annahm. Diese Menschen können sie gut für den Wassertransport gebrauchen.
Wir benötigten heute Geld, Essen und Benzin. Doch im winzigen Supermarkt in Kongola gab es weder etwas zu Essen, noch kam aus dem defekten ATM Geld raus. Also fuhren wir, wenigstens wieder voll getankt, rund 400km nach Rundu (zweitgrösste Stadt Namibias) und füllten den Camper wieder mit Esswaren. Nach einem weiteren defekten ATM meinte es das Glück doch noch gut mit uns und wir konnten endlich wieder Geld beziehen.
Nach über 500km erreichten wir unser Ziel endlich. Die letzten Kilometer mussten wir auf einer mit Wasser überfüllten Sandstrasse zurücklegen. Wir waren erneut um den 4x4 froh.

Auf dem Hakusembe Campingplatz angekommen, staunten wir nicht schlecht, als rund zehn Meter neben unserem Stellplatz ein Krokodil ins Wasser plantschte, was die Angolaner, welche sich direkt an der anderen Uferseite befinden, sicherlich vom Überqueren des Flusses abhalten sollte... Auch wir verzichteten vorsichtshalber auf das Grillieren an diesem Ort.
Auf dem Hakusembe Campingplatz angekommen, staunten wir nicht schlecht, als rund zehn Meter neben unserem Stellplatz ein Krokodil ins Wasser plantschte, was die Angolaner, welche sich direkt an der anderen Uferseite befinden, sicherlich vom Überqueren des Flusses abhalten sollte... Auch wir verzichteten vorsichtshalber auf das Grillieren an diesem Ort.
Tag 9 Rundu - Von Lindequist Gate (Etosha Nationalpark) (450 km)
Wir hatten noch keine 100km zurückgelegt und wurden bereits zwei Mal von einer Polizeipatroullie kontrolliert. Kurz danach kamen wir an eine "disease control", eine Seuchenkontrolle. Hier wurden wir uns unser Fahrzeug desinfiziert und wir wurden nochmals von der Polizei kontrolliert. Wir mussten, nichts ahnend, sogar unser ganzes Fleisch abgeben. Anscheinend können die Tiere im Norden des Landes krank sein. Dieses Fleisch darf auf keinen Fall mit dem Fleisch aus dem Süden, welches exportiert wird, verwechselt werden. Nach der Seuchenkontrolle dauerte es gerade mal noch 5 Minuten bis zur vierten und letzten Polizeikontrolle des Tages.
Wir hatten noch keine 100km zurückgelegt und wurden bereits zwei Mal von einer Polizeipatroullie kontrolliert. Kurz danach kamen wir an eine "disease control", eine Seuchenkontrolle. Hier wurden wir uns unser Fahrzeug desinfiziert und wir wurden nochmals von der Polizei kontrolliert. Wir mussten, nichts ahnend, sogar unser ganzes Fleisch abgeben. Anscheinend können die Tiere im Norden des Landes krank sein. Dieses Fleisch darf auf keinen Fall mit dem Fleisch aus dem Süden, welches exportiert wird, verwechselt werden. Nach der Seuchenkontrolle dauerte es gerade mal noch 5 Minuten bis zur vierten und letzten Polizeikontrolle des Tages.
In Grootfontein füllten wir nochmals unsere Essensvorräte in einem Spar auf, bevor es in Richtung Etosha Nationalpark ging. Kurz vor dem Van Lindequist Gate führte unser Weg jedoch auf den sehr schönen Tamboti Campingplatz.
Tag 10 Von Lindequist Gate - Halali (Etosha Nationalpark) (185 km)
Als wir unseren umzäunten Campingplatz verlassen wollten, stand uns gleich hinter dem Eingangstor eine Giraffe im Weg. Dies notabene noch vor dem Eingang in den Etosha Nationalpark.

Über das Van Lindequist Gate fuhren wir kurz nach Sonnenaufgang in den grössten Nationalpark des Landes ein. Von Osten her durchquerten wir den halben Park bis nach Halali. Auf dem Weg dorthin sahen wir unzählige weitere Giraffen, Zebras, Gnus, Oryx, Kudus sowie Flamingos.

Auch ein Halt am Rande der Etosha-Salzpfanne mit einer atemberaubenden Aussicht in die Ferne durfte nicht fehlen.

In Halali waren wir wieder gezwungen, in den überteuerten, nicht sehr freundlichen und wenig luxuriösen National Wildlife Resorts (NWR sind die einzigen Camps im Etosha) auf dem Campingplatz zu übernachten. Heute standen auf der Speisekarte für das Nachtessen die am Vorabend gekauften Braai-Packs (braai = Grill). Dies sind Grillfleischplatten. Der Verkäufer sagte uns, es seien "sleeps", bis wir herausfanden, dass er Schaf damit meint. Essbar war das Schaf, doch mehr auch nicht. Dafür stank unser Kühlschrank drei Tage lang nach Schaf bis wir alles desinfizierten.
Als wir unseren umzäunten Campingplatz verlassen wollten, stand uns gleich hinter dem Eingangstor eine Giraffe im Weg. Dies notabene noch vor dem Eingang in den Etosha Nationalpark.
Über das Van Lindequist Gate fuhren wir kurz nach Sonnenaufgang in den grössten Nationalpark des Landes ein. Von Osten her durchquerten wir den halben Park bis nach Halali. Auf dem Weg dorthin sahen wir unzählige weitere Giraffen, Zebras, Gnus, Oryx, Kudus sowie Flamingos.
Auch ein Halt am Rande der Etosha-Salzpfanne mit einer atemberaubenden Aussicht in die Ferne durfte nicht fehlen.
In Halali waren wir wieder gezwungen, in den überteuerten, nicht sehr freundlichen und wenig luxuriösen National Wildlife Resorts (NWR sind die einzigen Camps im Etosha) auf dem Campingplatz zu übernachten. Heute standen auf der Speisekarte für das Nachtessen die am Vorabend gekauften Braai-Packs (braai = Grill). Dies sind Grillfleischplatten. Der Verkäufer sagte uns, es seien "sleeps", bis wir herausfanden, dass er Schaf damit meint. Essbar war das Schaf, doch mehr auch nicht. Dafür stank unser Kühlschrank drei Tage lang nach Schaf bis wir alles desinfizierten.
Der Campigplatz hatte jedoch den Vorteil, dass wir ein Wasserloch gleich dahinter hatten. Hier sollen sich am Abend Nashörner blicken lassen. Und tatsächlich bekamen wir an jenem Abend drei Nashörner zu Gesicht, mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang im Hintergrund. Wow!


Tag 11 Halali (Etosha Nationalpark) - Bambatsi Guestfarm (332 km)
Genau bei Sonnenaufgang um 06:39 öffnete das Gate die Tore. Wir standen bereits vor dem Gate an, um die frühen Morgenstunden für die Tierbeobachtung zu nutzen. Wir wurden tatsächlich belohnt - und wie! Rund 20 Meter neben dem Strassenrand sahen wir zwei Löwinnen und vier Löwen beim "Frühstück": einem Zebra. Als die Könige der Tiere rund fünf Meter von unserer offenen Fensterscheiben beim Wasserloch am trinken waren, schnellte unser Puls etwas in die Höhe. Die Schakale rund herum warteten bereits, bis die Löwen mit der Mahlzeit fertig waren


Genau bei Sonnenaufgang um 06:39 öffnete das Gate die Tore. Wir standen bereits vor dem Gate an, um die frühen Morgenstunden für die Tierbeobachtung zu nutzen. Wir wurden tatsächlich belohnt - und wie! Rund 20 Meter neben dem Strassenrand sahen wir zwei Löwinnen und vier Löwen beim "Frühstück": einem Zebra. Als die Könige der Tiere rund fünf Meter von unserer offenen Fensterscheiben beim Wasserloch am trinken waren, schnellte unser Puls etwas in die Höhe. Die Schakale rund herum warteten bereits, bis die Löwen mit der Mahlzeit fertig waren
Bei einem weiteren Stop am Rande der Salzpfanne bauten wir unser Stativ auf, um ein Foto von uns zu machen. Als wir jedoch das Löwengebrüll im Busch hörten, haben wir unser Hab & Gut schnell zusammen gepackt und uns ins Auto gerettet.
Nachdem wir noch weitere Tiere wie z.B. Straussen gehen hatten, verliessen wir den Etosha Nationalpark über das Anderson Gate im Süden.

Hier mussten wir erneut durch einen Disease Control Gate (Seuchenkontrolle), wo wir wiederum ein Pack Fleisch abgeben mussten. Extrem mühsam diese Kontrollen. Im Etosha Nationalpark sieht man zwar mit Sicherheit Tiere, doch diese (v.a. Gazellen) sind sich bereits an die vielen Motorengeräusche gewöhnt, sodass sie nicht mehr wegspringen.
Hier mussten wir erneut durch einen Disease Control Gate (Seuchenkontrolle), wo wir wiederum ein Pack Fleisch abgeben mussten. Extrem mühsam diese Kontrollen. Im Etosha Nationalpark sieht man zwar mit Sicherheit Tiere, doch diese (v.a. Gazellen) sind sich bereits an die vielen Motorengeräusche gewöhnt, sodass sie nicht mehr wegspringen.
Die Fahrt führte weiter nach Outjo, wo wir unsere Vorräte aufstockten. In Richtung Westen verliessen wir die Stadt wieder, bis wir zum Guesthouse Bambatsi kamen, das von deutschsprachigen (weissen) Namibiern geführt wird. Von hier hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf die Tafelberge sowie einen bilderbuchhaften Sonnenuntergang...
Tag 12 Bambatsi Guestfarm - Twyfelfontein (221 km)
Nachdem wir endlich wieder einmal ausschlafen konnten (aber auch nur bis Sonnenaufgang), machten wir uns auf den Weg zum Vingerklip. Dies ist ein Felsbrocken, der wie ein Finger aussieht. Viel attrativer sind jedoch die Monument-Valley-ähnlichen Felsen im Hintergrund.

Auf dem Weg sahen wir Himba-Angehörige, die für unsere Verhältnisse leicht bekleidet und mit viel Körperschmuck am Strassenrand Souvenirs verkauften.
Nachdem wir endlich wieder einmal ausschlafen konnten (aber auch nur bis Sonnenaufgang), machten wir uns auf den Weg zum Vingerklip. Dies ist ein Felsbrocken, der wie ein Finger aussieht. Viel attrativer sind jedoch die Monument-Valley-ähnlichen Felsen im Hintergrund.
Auf dem Weg sahen wir Himba-Angehörige, die für unsere Verhältnisse leicht bekleidet und mit viel Körperschmuck am Strassenrand Souvenirs verkauften.
Die Route führte über Khorixas weiter nach Westen, alles auf einer Sandpiste. Beim "versteinerten Wald" angelangt erhielten wir einen kurzen Rundgang. Die aus Angola angeschwemmten Bäume sind in den letzten 260 Mio. Jahren von Holz zu Stein mutiert, unter anderem wegen den verschiedenen Mineralien, die sich im Sand befinden.

Die wünderschöne Landschaft des Damaraland ist völlig anders als die bisherigen Regionen, viel trockener. Weiter ging es nach Twyfelfontein, das früher, wie es der Name bereits erahnen lässt, eine Wasserquelle war. In Felsen wurden mit Quarzsteinen Tiere geritzt.

Hier trafen wir zwei weitere Schweizer, die mit ihrem Jeep und der Tessiner-Nummer seit einem Jahr in Afrika unterwegs sind. Die beiden haben bereits alles Kontinente mit ihrem Jeep abgefahren und so rund 116 Länder (!) bereist.
Hier trafen wir zwei weitere Schweizer, die mit ihrem Jeep und der Tessiner-Nummer seit einem Jahr in Afrika unterwegs sind. Die beiden haben bereits alles Kontinente mit ihrem Jeep abgefahren und so rund 116 Länder (!) bereist.
Heute, genau in der Hälfte der Reise, war Wäsche waschen angesagt. Dank einem Tipp von einem kanadischen, ebenfalls reiseerfahrenen Paar, haben wir uns frühzeitig einen Wascheimer gekauft. Dieser erleichterte uns das Wäsche waschen extrem, was wir mangels Waschservice auf den Campingplätzen nun wortwörtlich selbst in die Hände nahmen. Zum Abendessen gab es, wie bereits in den letzten zwölf Tagen, erneut Pasta...
Tag 13 Twyfelfontein - Ugab Base Camp (314 km)
Nach einem kurzen Stop bei den Organ Pipes und den Burnt Mountains führte der Weg weiter nach Süden, erneut alles über Kies- und Sandstrassen.

Nach einem kurzen Stop bei den Organ Pipes und den Burnt Mountains führte der Weg weiter nach Süden, erneut alles über Kies- und Sandstrassen.
Relativ bald liess sich am Horizont das Brandberg-Massiv erkennen, mit 2'574 Meter über Meer die höchsten Berge Namibias. Von einem Guide wurden wir in das lange Tal hinein geführt, in dem Leoparden und Elefanten ein- und ausgehen.

Nach einem kurzen aber anstrengenden Marsch über Sand und Steine erreichten wir die Felsmalereien. Diese wurden im Vergleich zu jenen in Twyfelfontein nicht mit Quartz sondern mit Farbe in die Felsen gemalt.
Nach einem kurzen aber anstrengenden Marsch über Sand und Steine erreichten wir die Felsmalereien. Diese wurden im Vergleich zu jenen in Twyfelfontein nicht mit Quartz sondern mit Farbe in die Felsen gemalt.
Über eine Nebenroute, die ziemlich verlassen wirkte, fuhren wir in Richtung Skeleton Coast Park. Die atemberaubende Landschaft verlockte uns zu mehreren Stops.

Nach über 100km Fahrt auf einer extrem mühsamen "Wellblechpiste" erreichten wir endlich unseren Campingplatz. Dieser befand sich in einer von Menschen verlassenen und völlig ausgetrockneten Gegend zwischen den Felsen.

Die Dusche bestand aus einem Eimer, der vor dem Duschen selbst mit Wasser gefüllt werden musste.
Nach über 100km Fahrt auf einer extrem mühsamen "Wellblechpiste" erreichten wir endlich unseren Campingplatz. Dieser befand sich in einer von Menschen verlassenen und völlig ausgetrockneten Gegend zwischen den Felsen.
Die Dusche bestand aus einem Eimer, der vor dem Duschen selbst mit Wasser gefüllt werden musste.
Tag 14 Ugab Base Camp - Swakopmund (374 km)
Auch der Weg an die Küste durch die braune Sand- und Berglandschaft war sehr eindrücklich.

Der Küste entlang fuhren wir weiter nach Norden, bis wir südlich beim Ugab Gate den Skeleton Coast Park erreichten. Der Name und das Eingangstor lässt bereits vermuten, dass man in diesem Gebiet ohne Wasser und Nahrung nicht lange überleben kann
Auch der Weg an die Küste durch die braune Sand- und Berglandschaft war sehr eindrücklich.
Der Küste entlang fuhren wir weiter nach Norden, bis wir südlich beim Ugab Gate den Skeleton Coast Park erreichten. Der Name und das Eingangstor lässt bereits vermuten, dass man in diesem Gebiet ohne Wasser und Nahrung nicht lange überleben kann
Trotzdem führte unser Weg im Park zum Wrack der SW Seal, neben der noch drei Skelette von Tieren lagen.

Kurz nach dem Parkausgang besuchten wir das Wrack der Winston und versuchten uns mit unserem 4x4 am Strand.
Kurz nach dem Parkausgang besuchten wir das Wrack der Winston und versuchten uns mit unserem 4x4 am Strand.
Weiter südlich rochen wir den Geruch der Robben bereits von weitem. Bis zu 100'000 Robben mit ihren Jungtieren tummeln sich hier auf den Felsen in Cape Cross. Dieses Spektakel liessen wir uns natürlich nicht ergehen.

Doch wir hielten es wegen dem ätzenden Geruch nicht lange aus und fuhren weiter nach Swakopmund.
Doch wir hielten es wegen dem ätzenden Geruch nicht lange aus und fuhren weiter nach Swakopmund.
Rund die Hälfte der Einwohner hier sind Weisse und sprechen Deutsch. Auch die Bauart der Häuser zeigt, dass die Kolonialzeit hier ihre Spuren hinterlassen hat. Wir tummelten durch die schönen Strassen und am Pier entlang.

Endlich konnten wir uns wieder einmal in einem Restaurant verwöhnen lassen und mussten nicht selbst kochen...
Endlich konnten wir uns wieder einmal in einem Restaurant verwöhnen lassen und mussten nicht selbst kochen...
Tag 15 Swakopmund - Walvis Bay (43 km)
Am Morgen wurde unser Camper noch einen letztes Mal mit Vorräten nachgerüstet. Auch hier bettelte ein Angestellter des Supermarktes um Essen. Wir gaben ihm einen Apfel und er machte sich glücklich davon.
Am Morgen wurde unser Camper noch einen letztes Mal mit Vorräten nachgerüstet. Auch hier bettelte ein Angestellter des Supermarktes um Essen. Wir gaben ihm einen Apfel und er machte sich glücklich davon.
Die kurze Strecke der Küste entlang in Richtung Süden hatten wir schnell zurückgelegt. Nun hiess es endlich einmal einen halben Tag lang "nichts tun" und von den beinahe 4'000 km erholen, die wir in den letzten 13 Tagen zurückgelegt haben.
Bei einem kurzen Spaziergang an die Strandpromenade sahen wir einen Wohnmobil-Truck mit Schwyzer-Kennzeichen, der mit Sicherheit eine lange Reise hinter sich haben wird. Gleich dahinter im Wasser konnten wir den Flamingos beim Fischfang zusehen. Ansonsten gab es in Walvis Bay, der drittgrössten Stadt in Namibia, nicht viel zu sehen.
Tag 16 Walvis Bay - Sossusvlei (465 km)
Wir fuhren wieder von der nebligen Küste weg ins Landesinnere. Zur Düne 7 gleich hinter Walvis Bay konnten wir wegen einem Schwertransporter leider nicht.
Wir fuhren wieder von der nebligen Küste weg ins Landesinnere. Zur Düne 7 gleich hinter Walvis Bay konnten wir wegen einem Schwertransporter leider nicht.
Schnell war der Namib Naukluft Park erreicht, der die Namib-Wüste, die älteste Wüste der Welt, einschliesst. Durch die braune und steinige Landschaft führte der Weg zum Kuiseb Pass.

Diesen und den Goab Pass überwunden wir problemlos und erreichten schon bald den Ort Solitaire. Dieser besteht nicht aus viel mehr als aus einer Tankstelle und einer Bäckerei. Nachdem wir unseren Dieseltank wieder füllten (NAD 10/L = CHF 0.60), kosteten wir von den berühmten Apfelkuchen aus der Bäckerei. Auch einige Fotos von den verrosteten alten Autos durften nicht fehlen.

Hier überholten wir einen Velofahrer (Tourist), der sich der Hitze aussetzte.
Diesen und den Goab Pass überwunden wir problemlos und erreichten schon bald den Ort Solitaire. Dieser besteht nicht aus viel mehr als aus einer Tankstelle und einer Bäckerei. Nachdem wir unseren Dieseltank wieder füllten (NAD 10/L = CHF 0.60), kosteten wir von den berühmten Apfelkuchen aus der Bäckerei. Auch einige Fotos von den verrosteten alten Autos durften nicht fehlen.
Hier überholten wir einen Velofahrer (Tourist), der sich der Hitze aussetzte.
Weil wir im Sossusvlei den Sonnenuntergang ansehen wollten, waren wir wieder gezwungen, auf dem staatlichen NWR-Campingplatz im Park zu nächtigen. Ansonsten würden wir zu spät beim Ausgangstor ankommen, welches dann bereits geschlossen wäre.
Nach einer kurzen Verschnaufpause fuhren wir zum 1km langen und 30m tiefen Sesriem Canyon.

Nach einem kurzen Abstieg in den Canyon führte der Weg weiter zu der Düne 45, die wir in der späten Nachmittagshitze hinauf stapften. Oben angekommen hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die danebenliegenden Dünen, bevor wir wieder die knapp 200m runter rutschten.


Nach einem kurzen Abstieg in den Canyon führte der Weg weiter zu der Düne 45, die wir in der späten Nachmittagshitze hinauf stapften. Oben angekommen hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die danebenliegenden Dünen, bevor wir wieder die knapp 200m runter rutschten.
Nachdem wir die weitere, noch asphaltierte Strecke in Richtung Sossusvlei-Dünen hinter uns hatten, waren wir auf den 4x4 angewiesen. Hier hiess es für die letzten 4km in tiefem Sand: Reifendruck herunterlassen, tiefer Gang rein und hochtourig fahren. So erreichten wir mit Ach und Krach das Sossusvlei (vlei = Senke). Diese Dünen zählen zu den höchsten Sanddünen der Welt.
Viel spektakulärer ist jedoch das Dead Vlei. Die abgestorbenen, über 600 Jahre alten Bäume, verwandeln das Vlei zu einer atemberaubenden Kulisse, in den wir bis zum Sonnenuntergang verblieben.

Nachdem wir die mühsame 4x4-Sandstrecke wieder hinter uns hatten, hiess es Reifen wieder aufpumpen, sodass wir das Ausgangstor noch kurz vor Schliessung (eine Stunde nach Sonnnenuntergang) erreichen konnten.
Nachdem wir die mühsame 4x4-Sandstrecke wieder hinter uns hatten, hiess es Reifen wieder aufpumpen, sodass wir das Ausgangstor noch kurz vor Schliessung (eine Stunde nach Sonnnenuntergang) erreichen konnten.
Tag 17 Sossusvlei - Aus (347 km)
Auf einer Kies- und Sandpiste zogen wir durch abwechslungsreiche Landschaften weiter in Richtung Süden. Des öfteren waren die Oryx-Antilopen und Steppenzebras nur wenige Meter neben der Strasse oder standen gar auf der Strasse im Weg.
Auf einer Kies- und Sandpiste zogen wir durch abwechslungsreiche Landschaften weiter in Richtung Süden. Des öfteren waren die Oryx-Antilopen und Steppenzebras nur wenige Meter neben der Strasse oder standen gar auf der Strasse im Weg.
Wir erreichten unseren Campingplatz Klein Aus Vista (gleich neben Aus). Hier kauften wir wieder einmal ein Braai-Pack. Enthalten waren 400gr-Steaks, Kuchen, Salat, Sandwiches sowie Kartoffeln (endlich etwas anderes als Pasta) für auf den Braai. Während die Temperaturen tagsüber rund 35 Grad betragen, wurde es hier in der Nacht erfrischend kühl mit 17 Grad.
Tag 18 Ausflug nach Lüderitz und Kolmanskop (276 km)
Früh morgens machten wir uns auf den Weg nach Lüderitz.

Von dort starteten wir um 8 Uhr aus der Bucht auf einem Katamaran. Obwohl wir uns in lange Hosen, Pullover und Windjacke geworfen haben, zog uns eine eiskalte Brise um die Ohren. Scho bald tauchten die ersten Delfine auf. Sie schwammen unmittelbar vor unserem Katamaran. Was für ein Anblick!
Früh morgens machten wir uns auf den Weg nach Lüderitz.

Von dort starteten wir um 8 Uhr aus der Bucht auf einem Katamaran. Obwohl wir uns in lange Hosen, Pullover und Windjacke geworfen haben, zog uns eine eiskalte Brise um die Ohren. Scho bald tauchten die ersten Delfine auf. Sie schwammen unmittelbar vor unserem Katamaran. Was für ein Anblick!
Auf einer Insel sahen wir drei Pinguinkolonien. Wir blieben stehen und beobachteten die afrikanischen Pinguine beim umherwatscheln und schwimmen. Einige trauten sich sogar bis auf ca. 5m an unser Boot.

Weil früher auf diesen Inseln Guano (Vogeldreck) abgebaut wurde, konnten die Pinguine nicht mehr brüten. Deshalb beläuft sich der heutige Bestand nur noch auf rund ein Prozent vom Ursprünglichen. Neben den Pinguinen waren auch Flamingos und Robben zu sehen.
Weil früher auf diesen Inseln Guano (Vogeldreck) abgebaut wurde, konnten die Pinguine nicht mehr brüten. Deshalb beläuft sich der heutige Bestand nur noch auf rund ein Prozent vom Ursprünglichen. Neben den Pinguinen waren auch Flamingos und Robben zu sehen.
Um 11 Uhr waren wir in Kolmanskop bereit für einen geführten Rundgang. Weil die Hälfte der Menschen in dieser Gegend Deutsch sprechen, wurde dieser Rundgang u.a. auch auf deutsch geführt. Dieses Gebiet zwischen Aus und Lüderitz der ganzen Küste entlang nach Süden bis nach Südafrika ist Sperrgebiet. Hier werden Diamanten und Erz in Minen abgebaut. Dies ist auch der Grund, weshalb die heutige Geisterstadt Kolmanskop so schnell entstand, wie sie wieder verlassen wurde. Heute wehen nur noch kräftige Winde durch die offenen Fenster und Türen der verlassenen Gebäude.

Viele sind bereits mit Sand gefüllt und stehen vor dem Zusammenbruch. Wir erfuhren, dass es in dieser Gegend um Lüderitz seit über 2 Jahren (!) nicht mehr geregnet hat.
Viele sind bereits mit Sand gefüllt und stehen vor dem Zusammenbruch. Wir erfuhren, dass es in dieser Gegend um Lüderitz seit über 2 Jahren (!) nicht mehr geregnet hat.
Am Hafen in Lüderitz stärkten wir uns mit einem vorzüglichen Filet und einem Hecht. Anschliessend statteten wir der Autogarage von Udo einen kurzen Besuch ab. Hier musste ein Metallteil, das sich zwischen den Vorderachsen gelöst hatte, entfernt werden.
Wir erreichten wieder unseren Campingplatz in Klein Aus Vista, wo wir den Abend mit einem obligatorischen Fleisch vom Grill und einem Windhoek Lager ausklingen liessen.
Tag 19 Aus - Ai-Ais (338 km)
Weiter führte der Weg in Richtung Süden zum Fish River Canyon. Wir entschieden uns, nicht auf dem Highway zu fahren, da wir noch genügend Zeit haben. Also fuhren wir nach Rosh Pinah, einer Minenstadt. Hier, abseits der Haupttouristenroute, zeigte sich das wahre Bild der Minenarbeiter. Diese leben auf engstem Raum in Wellblechhüttchen, während die Reicheren in den Reiheneinfamilienhäuschen gleich daneben sesshaft sind.
Der Weg führte weiter nach Süden bis an die südafrikanische Grenze. Kurz davor bogen wir ab, um am Oranje (Orange River) entlang zu fahren. Diese Strecke zählt zu den Schönsten in ganz Namibia. Durch die braune und kargige Felslandschaft links und rechts schlängelt sich der Oranje. 20m links und rechts davon ist alles grün.
In Ai-Ais angekommen suchten wir sogleich die berühmten Hot Springs (Thermalquellen) auf. Hier entspringt das Wasser mit 65° und wird für das Aussenthermalbad auf erträgliche 40° "heruntergekühlt".

Tag 20 Ai-Ais - Mesosaurus Campsite (301 km)
Auch am Morgen danach entspannten wir uns noch vor dem Frühstück kurz im Thermalbad. Anschliessend fuhren wir zu fünf Aussichtspunkten über den Fish River Canyon. Dieser ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrösste Canyon der Welt. Er ist 160km lang und rund 500m tief. Ein gewaltiger Anblick wenn man oben am Rand kurz vor dem Abgrund steht...

Die eintönige Stecke nach Keetmanshoop wurde nur durch das viele Überqueren der Bahngeleise unterbrochen. Wir erreichten unseren Campingplatz Mesosaurus, der rund 50km östlich von Keetmanshoop liegt. Hier hatten wir einen Platz im Bushcamp, der sich direkt unter einem Vogelnest befindet. Darin befanden sich sicherlich über hundert Vögel, denen wir beim Nestbau zusehen konnten. Der Sonnenuntergang hinter den Köcherbäumen zählt zu einem der schönsten Fotomotive.

Tag 21 Mesosaurus Campsite - Gochas (264 km)
Am nächsten Morgen wurden wir auf der Mesosaurus-Farm vom Gil während rund einer Stunde durch den Köcherbaumwald geführt. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Puffotter vorbei, die vermutlich am Vorabend in der Dunkelheit überfahren wurde.

Zum Glück war sie bereits tot und Gil zeigte uns die Zähne der agressivsten Schlange Namibias.
Zum Glück war sie bereits tot und Gil zeigte uns die Zähne der agressivsten Schlange Namibias.
Die Köcherbäume existieren nur im südlichen Namibia sowie im nördlichen Südafrika, wo es sehr trocken ist. Die Bäume werden bis zu 300 Jahre alt und haben eine eher ungewohnte Form. Dabei verzweigt jede Astgabelung genau zwei Mal.
Des Weiteren bekamen wir die, wie es der Name bereits erahnen lässt, Mesosaurus Fossilien zu sehen. Die 260 Mio. Jahre alten Säugetiere (bis 1m) hinterliessen den Abdruck des Skeletts sowie einige Versteinerungen des Körpers in den Schieferplatten. Diese Versteinerungen sind die Ältesten im ganzen südlichen Afrika.
Nachdem wir uns mit einem Kuchen in Koes gestärkt hatten, setzten wir unsere Fahrt durch die Kalahari-Wüste fort. Der rote Sand unter den Büschen sowie die hügelige Fahrt waren eine gute Abwechslung für das Auge.
Auf dem Auob Campingplatz angekommen sprangen wir sogleich für eine kurze Abkühlung in den Pool. Auch auf diesem Campingplatz wurden wir vor Kobras gewarnt, die am Vorabend hier gesichtet worden sein sollen. Das Schnitzel und die Pommes aus dem Campingrestaurant zum Abendessen waren eine super Abwechslung für umgerechnet nur CHF 4.-.
Tag 22 Gochas - Bagatelle Kalahari Game Ranch (137 km)
Der weitere Weg durch die Kalahari-Wüste war eintönig.

Nachdem wir an einigen Brandrodungen vorbei kamen, stand uns plötzlich eine Leopardenschildkröte im Weg. Sie bekam jedoch Angst als wir ausgestiegen sind und verschwand schnell im Gebüsch.

Kurz vor unserem Campingplatz Bagatelle Kalahari Game Ranch sprang ein Kudu unmittelbar vor dem Auto durch. Die Ranch ist eine Art Auffangzentrum für abgestossene Geparden. Auf dem Campingplatz machten wir unser obligatorische 500gr Fleisch, welches wir für umgerechnet rund CHF 2.- gekauft haben.
Nachdem wir an einigen Brandrodungen vorbei kamen, stand uns plötzlich eine Leopardenschildkröte im Weg. Sie bekam jedoch Angst als wir ausgestiegen sind und verschwand schnell im Gebüsch.
Kurz vor unserem Campingplatz Bagatelle Kalahari Game Ranch sprang ein Kudu unmittelbar vor dem Auto durch. Die Ranch ist eine Art Auffangzentrum für abgestossene Geparden. Auf dem Campingplatz machten wir unser obligatorische 500gr Fleisch, welches wir für umgerechnet rund CHF 2.- gekauft haben.
Danach erlebten wir den ersten heftigen Regen auf unserer ganzen Namibiareise. Bisher hat es erst etwa dreimal kurz während 30min. gerechnet. Doch heute war alles anders. Schnell merkten wir, dass dieses Gewitter länger und heftiger ausfallen könnte als die bisherigen. So rüsteten wir unseren Camper wind- und wasserfest und machten es uns darin gemütlich - vorerst. Der Regen pretschte durch die Reissverschlüsse beim Dach und es tropfte in unsere gute Stube rein. Auch der Wind machte sich bemerkbar und schlug unseren Camper hin und her.
Als wir das heftige Gewitter nach rund zwei Stunden überstanden hatten, stand eine Tour auf der Bagatelle Ranch an. Wir wurden in ein Gehege geführt, in dem sich zwei Geparden befanden. Diese waren auf den umliegenden Viehzuchtfarmen nicht gern gesehen und wären ansonsten von den Farmern getötet worden. Wir konnten uns neben die Geparden stellen und zusehen, wie sie mit Oryx-Fleisch gefüttert wurden.
Tag 23 Bagatelle Kalahari Game Ranch - Windhoek (260 km)
Wir nahmen die letzte Etapppe zurück nach Windhoek in Angriff. Auf den Sandstrassen hatte es noch einige gefüllte Wasserlöcher vom Regen. Schnell waren wir wieder auf dem Highway, der nach Norden in die Hauptstadt führt. Nachdem wir Rehoboth passierten, dauerte es nicht mehr lange und wir erreichten unseren Campingplatz Monteiro. Dieser befindet sich rund 10km ausserhalb vom Windhoek inmitten der Auas Berge. Auch hier gibt es Bergzebras, Oryx sowie Eland-Antilopen. Und das so nahe bei einer 250'000 Einwohner-Stadt.
Auf dem Campingplatz stand Auto innen & aussen putzen sowie Rucksäcke packen an. Auch die restlichen Lebensmittel sowie Dinge des täglichen Gebrauchs konnten wir hier deponieren. Diese werden gerne von Arbeitern entgegen genommen.
Tag 24 Windhoek (64 km)
Am nächsten Morgen erhielten wir beim Frühstücken von einem wilden Kaninchen Besuch, das sich über unsere Tuc-Reste freute. Anschliessend fuhren wir von unserem Campingplatz zu unserer ersten Unterkunft, dem Hotel Uhland. Wir haben am Vortag die My Katutura Tour gebucht. Doch als wir ankamen, wusste niemand mehr etwas von unserem Anruf. Also mussten wir wieder über eine Stunde warten, bis unser Fahrer Adolf, ein ausgewanderter Wiener, endlich kam. TIA (This Is Africa).
Adolf führte uns auf einen Aussichtspunkt über die Stadt, von dem wir eine tolle Aussicht hatten. Weiter besuchten wir die Christuskirche sowie das Parlamentsgebäude.

Er erläuterte jeweils sehr detailliert die geschichtlichen Hintergründe. Zu guter Letzt besuchten wir den Stadtteil Katutura. Dieser wurde errichtet, um die schwarze Bevölkerung zu versetzen. Dafür errichtete die Regierung Tausende kleine Häuschen. Der Stadtteil wuchs jedoch so rasant, dass heute am Rande Wellblechhüttchen ohne jegliche Kanalisationen, Wasseranschluss oder Strom stehen. Die Armut steht den Leuten ins Gesicht geschrieben.

Auf der anderen Seite der Stadt lebt der überwiegende Teil der Einwohner in einem grossen Haus und fährt einen Audi oder VW. Diese Gegensätze zeigten uns das wahre Afrika...
Er erläuterte jeweils sehr detailliert die geschichtlichen Hintergründe. Zu guter Letzt besuchten wir den Stadtteil Katutura. Dieser wurde errichtet, um die schwarze Bevölkerung zu versetzen. Dafür errichtete die Regierung Tausende kleine Häuschen. Der Stadtteil wuchs jedoch so rasant, dass heute am Rande Wellblechhüttchen ohne jegliche Kanalisationen, Wasseranschluss oder Strom stehen. Die Armut steht den Leuten ins Gesicht geschrieben.
Auf der anderen Seite der Stadt lebt der überwiegende Teil der Einwohner in einem grossen Haus und fährt einen Audi oder VW. Diese Gegensätze zeigten uns das wahre Afrika...
Das letzte Oryx-Steak verspeisten wir im schweizer Restaurant Garthmans. Anschliessend nahmen wir die letzten Kilometer zurück zum Flughafen auf uns. Hier gaben wir bei KEA unseren Camper zurück. Trotz zwei kleinen Steinschlägen hatten die Verantwortlichen nichts zu beanstanden, sodass wir einen super Abschluss unserer Reise hatten.
FAZIT
Nach 24 Tagen und 6'356km (280km/Tag) quer durch Namibia können wir folgendes festalten: Namibia ist ein sicheres und landschaftlich sehr abwechslungsreiches Land mit vielen Tieren, auch in der Nebensaison. Dass wir im Hochsommer hier unterwegs waren, nahmen wir eher als Vorteil wahr. Entgegen der Hauptsaison von Juni bis September mussten wir keinen Campingplatz vorbuchen und hatten stets unsere Ruhe dort, da wir des öfteren die einzigen Gäste waren. Dank der Liste mit empfohlenen Campingplätzen von Thomas Richter hatten wir jeden Tag einen super Stellplatz zu fairen Preisen (je nach Ausstattung CHF 5.- bis 12.- pro Person).
Von der Regenzeit spürten wir nur in den ersten fünf Tagen etwas, als wir im Caprivi unterwegs waren. Die anfänglich erwähnten Probleme Windhoeks und beinahe ganz Namibias mit der Wasserknappheit kamen uns entgegen, da die Tiere nicht so viele Wasserlöcher auffanden. So waren sie eher gezwungen, umherzulaufen und sich auf die Suche nach Wasser zu begeben. Einzig die ständig wandernden Elefanten sowie die sehr schwer zu Auge zu bekommenden Leoparden blieben uns verwehrt.
Die Namibier sind ein sehr freundliches Volk, von dem beinahe jeder einige Worte englisch spricht. Die Preise sind im ganzen Land sehr tief für schweizer Verhältnisse. In den Supermärkten, von denen es alle ca. 200km einen gibt, findet man alles für das Campingherz. Fleisch und Pasta, von denen wir uns die vergangenen drei Wochen ernährt haben, sind im Standardsortiment.
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