Sri Lanka 2015

In sri lanka angekommen mussten wir uns nach einem jahr abwesenheit erst wieder an die schwülen asiatischen temperaturen gewöhnen. Am besten konnten wir dies an der strandpromenade galle face green in Colombo. Auch den see in colombo, natürlich inklusive tempel, liessen wir uns nicht entgehen.



Dambulla diente uns als ausgangspunkt für die ausflüge ins kulturelle dreieck im zentrum von sri lanka. Auf der 6 stündigen busfahrt (busse für touristen gibt es keine) dorthin mussten wir uns mehr gedulden als uns lieb war. Ebenfalls stellten wir bei sämtlichen mahlzeiten fest, dass wir immernoch sehr viel trinken mussten, obwohl wir "ohne scharf" bestellten. Spätestens jetzt wussten wir, dass wir in sri lanka angekommen sind. Auch interessant ist, dass sri lanka (nach russland natürlich) die zweithöchste alkoholkonsumrate weltweit hat.

Den Sigiriya felsen erklimmten wir mit zahlreichen anderen touristen, welche sich bisher noch nicht gross blicken liessen. Das ist genau das problem, weshalb die ausflüge mangels touristenbüros etwas schwieriger zu organisieren waren.
Der ausblick von oben war atemberaubend und auch die machu-picchu-ähnlichen bauten waren sehenswert.





Noch am selben tag erklimmten wir den nächsten berg, auf dessen spitze sich die Dambulla Höhlen befanden. Unzählige buddas zierten das innere der verschiedenen höhlenkammern.




Mit einem privaten fahrer und unserem hotelmanager als guide, machten wir uns am nächsten tag auf in richtung norden zum ältesten königreich der insel Anaradhapura. Die pagodas (tempel) betraten wir wegen der grossen hitze nur kurz. Mit unzähligen einheimischen, die am wochenende hierher pilgern, verbrachten wir einige stunden mit verschiedenen tempelbesichtigungen.



Später führte unser weg ins benachbarte Mihintale, wo erneut ein berg bestiegen werden musste, um den tempel auf dem gipfel erblicken zu können. Doch auch hier lohnte sich der prächtige ausblick vom felsen nebenan.



Mit dem tuktuk fuhren wir am nächsten tag in den Minneriya Nationalpark, der bekannt für seine grosse anzahl wild lebender elefanten ist. An einem schönen tag lassen sich bis zu 400 elefanten rund um den minneriya see blicken. In einem jeep fuhren wir über die unzähligen schlaglöcher in richtung see, wo wir aus der ferne bereits den ersten elefanten beim baden zusehen konnten. 


Auf der rund 4 stündigen safari liessen sich rund 4 herden (rund 150 elefanten) mit vielen jungtieren blicken. Darunter befanden sich auch einige mit stosszähnen, die gemäss unserem guide nur einer von 100 asiatischen elefanten hat.


Mit den bus fuhren wir für rund CHF 0.75 ca. 3h weiter in richtung süden, nach Kandy. Auf der busfahrt fühlen wir uns erneut wie im videospiel mario kart, denn es wurde überholt wo es nur ging.
Endlich, nach dieser halsbrecherischen busfahrt in kandy angekommen, besuchten wir den zahntempel, wo eine zahnreliquie von buddha aufbewahrt wird.


Wir stellten fest, dass die tuktuks die touristen für wenig geld um die halbe insel fahren. Somit heuerten wir am nächsten tag erneut einen tuktuk fahrer an, der uns in das Elefantenwaisenhaus in Pinnawela führte.


Von den früherigen besitzern verstossene oder verwaiste elefantenbabies finden hier ein neues zuhause und werden rund um die uhr versorgt. So bekamen wir auch die fütterung der babys und das zweimal täglich stattfindende baden im vorbeifliessenden fluss zu sehen.


In der Knuckles Range (bergkette) nordöstlich von kandy fühlten wir bei frischer brise das erste mal, dass wir uns im hochland befanden. Hier wanderten wir rund 20km durch die schöne berglandschaft über reisterrassen und durch winzige berdörfer, die ohne stromversorgung zurecht kommen. Unser fahrer brachte uns mit dem jeep wieder zurück nach kandy. Der weg führte über unzählige schottersträsschen und vorbei an teeplantagen, auf denen tamilische inderinnen aus dem norden sri lankas arbeiten.



Von kandy aus nahmen wir zum ersten mal den zug, der dank der britischen kolonialherrschaft seit 1948 das hochland erschliesst. Da die 1. klasse bereits ausgebucht war, blieb uns nicht viel anderes übrig, als uns mit hunderten von anderen (mehrheitlich touristen) in die 2. klasse zu zwängen. Die etwas holprige fahrt, die wir stehend an der tür verbrachten, war jedoch ein erlebnis und die landschaftliche vielfalt entschädigte für unsere strapazen.


In Nuwara Eliya angekommen, mussten wir erst einmal all unsere warmen kleider anziehen, denn das thermometer fällt sogar tagsüber nie über 20 grad. Am nächten tag fuhren wir um 5 uhr in der früh los, um in den Horton Plains den sonnenaufgang sehen zu können. Die rundwanderung führte uns zum worlds end, von welchen man bei gutem wetter bis zum 80km entfernten meer blicken kann. Landschaftlich aber auch betreffend artenvielfalt bietet dieser nationalpark einiges.



Am nachmittag besichtigten wir die teefabrik pedro estate inklusive der dazugehörigen teeplantagen in nuwara eliya. Die einzelnen verarbeitungsschritte vom teeblatt bis zum tee im beutel wurden uns detailliert aufgezeigt. Auch den verarbeiteten tee (ohne aromazusatz) kosteten wir.



Erneut kämpften wir um einen sitzplatz im zug nach Ella. Dieses bergdörfchen lebt nur von den touristen, die wegen dem Little Adams Peak dorthin strömen. So erklimmten auch wir den gipfel am nächsten morgen in der früh und genossen die traumhafte aussicht mit blick bis zum meer. Auf den darunterliegenden teeplantagen konnten wir den tamilischen teepflückerinnen bei ihrer täglichen arbeit zusehen.


Als wir auf dem rückweg noch einige bananen am strassenrand kaufen wollten, wurden wir sogleich von der ganzen familie in ihre hütte eingeladen und verköstigt.

Am nächsten morgen bestiegen wir, gut ausgerüstet mit smartphone und dessen gps, den Ella Rock. Trotzdem verliefen wir uns noch und fanden den weg durch das schilf nur mit mühe. Doch auch dieser aufstieg lohnte sich dank dem blick auf den gegenüberliegenden little adams peak.


Oben angekommen staunten wir nicht schlecht, als ein einheimischer tee und kokosnüsse für die durstigen anbot. Der wanderweg auf der eisenbahnlinie war ein super erlebnis.


Die zeit in ella genossen wir auch dank dem feinen westlichen essen, das wir nach fast zwei wochen bereits wieder vermissten...

In einem horrenden tempo rasten wir im bus weiter richtung süden den berg hinab. Von Tissamaharama brachen wir früh morgens zur safari in den nahegelegenen Yala Nationalpark auf.



Dieser ist der beliebteste nationalpark in sri lanka mit der höchsten leopardendichte weltweit. Kurz nach dem parkeingang begegnete uns bereits eine herde wildschweine. Nicht lange dauerte es und wir bekamen einen der eher seltenen lippenbären im gebüsch zu auge.



Langsam ging endlich die sonne auf und wir fuhren an unzähligen wasserbüffeln und pfauen vorbei, bis wir zu einigen seen gelangeten. Hier tankten ein halbes duzend krokodile bereits sonne auf in den frühen morgenstunden.



Des weiteren sahen wir auch in diesem nationalpark wieder elefanten.


Die warane, pelikane und dschungelfüchse scheuten die mittagssonne nicht, sodass wir mit vielen schönen erinnerungen und sandig von kopf bis fuss den nationalpark am mittag wieder verliessen in richtung westen.

In Mirissa konnten wir endlich die seele am strand baumeln lassen und uns von den vorherigen 16 tagen erholen. Widererwarten gab es hier keine aufsässigen strandverkäufer oder liegestühle, die man frühmorgens bereits reservieren oder gar bezahlen muss.



Am abend konnte in den unzähligen strandrestaurants der gewünschte fang aus dem meer ausgewählt werden, sei dies ein milchhai, ein piranha oder ein hummer, das grosse angebot hatte für jedermann etwas passendes dabei.


Wir assen auch rotti (srilankesische spezialität), ein mit verschiedenen zutaten gefülltes fladenbrot.

Nach langem hin und her entschieden wir uns doch noch, das Whale Whatching zu buchen. Unzählige abschreckende bewertung auf tripadvisor bezüglich seekranken, erbrechenden touristen liessen uns nicht davon abhalten. Zum glück nahmen wir vor der abfahrt die angebotene tablette gegen seekrankheit. Auf das frühstück verzichteten wir auf dem boot gerne, kam es doch bereits den ersten wieder hoch. Uns verschonte das raue meer (gott sei dank) und wir sahen die ersten delfine, die unseren kahn begleiteten. Kurz später tauchte ein brydewal vor uns auf. Nicht lange dauerte es, so sahen wir auch drei blauwale in unmittelbarer entfernung. Was für ein anblick diesen gigangten der meere beim luft holen zuzusehen!


Am nachmittag hatten wir am strand bereits wieder action. Alle einheimischen rannten zu den lifeguards und zeigten auf ein tier im meer. Es stellte sich heraus, dass dies ein süsswasserkrokodil ist, das wegen der heftigen gewitter am vorabend ins meer gespühlt wurde. So wurde leider nichts mehr mit baden an diesem tag...


Nach rund einer woche faulenzen gings weiter nach Galle. Die erst von den holländern und später von den briten besetzte stadt gilt als die am besten erhaltene altstadt in sri lanka. So spazierten wir auf der rund 3km langen festungsmauer rund um die altstadt.


Vorbei am leuchtturm, dem wahrzeichen der stadt galle, sowie dem im restaurants umgenutzten dutch hospital führte der weg über die eingangstore zum clock tower.


Hier spielen die jungs cricket oder die mädchen volleyball. Den abend liessen wir nach dem pittoresken sonnenuntergang mit curry, dem nationalgericht, ausklingen.



Die letzte station auf unserer 4-wöchigen reise erreichten wir erneut mit dem zug. In Negombo verweilten wir noch die letzten zwei tage am strand und pool, bevor wir ausgeruht und gebräunt die heimreise antraten.

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