Mount Rinjani
Als ausgangspunkt für die besteigung des mount rinjani auf der insel lombok dient das kleine touristenörtchen sengiggi an der westküste lomboks. Von hier aus startete um 5 uhr in der früh unser dreitagestrip auf den vulkan. Am fusse des mount rinjani in senaru auf 600m setzten wir unseren ersten schritt von noch tausenden folgenden in den nächsten tagen. Geführt wurden wir von einem teenager, der bereits seit einigen jahren zweimal in der woche touristen auf den berg führt, nachdem er die schule wegen geldmangels abbrechen musste. Unser essen, die zelte, schlafsäcke und wasser wurden von fünf "portern" (trägern) den berg hinauf getragen. Rund 40kg stemmte jeder porter an einem bambusrohr befestigt auf seinen schultern, das alles in flipflops!
Auch die kochkünste der porter konnten sich durchaus sehen lassen.
Die porter können sich auch nie einen tag ausruhen, da sie ununterbrochen tag für tag den touristen das material den berg hochtragen. Dies macht ihren job sicherlich zu einem der strengsten der welt. In einer neunköpfigen touristengruppe startete unser abenteuer.
Schweisstreibend war der aufstieg und steil bergauf führte der pfad in richtung kraterrand auf 2'600m. Diesen erreichten wir kurz vor sonnenuntergang und erblickten erstmals das vulkaninnere mit dem babyvulkan im kratersee.
Anschliessend schlugen wir unsere zelte das erste mal auf und verbrachten eine fröstelige nacht unter dem klaren sternenhimmel.
Früh morgens marschierten wir am nächsten tag bereits hinunter zum kratersee auf rund 2'000m, in dem wir uns abkühlten. Auch in den hot springs gleich nebenan darf man sich ein heisses bad nicht entgehen lassen.
Dieses beinahe strodelnde wasser wird im vulkaninneren aufgeheizt. Ab dem zweiten tag wurde das trinkwasser jeweils an den quellen des vulkanes aufgefüllt. Es folgte erneut ein steiler aufstieg über stock und stein bis auf 2'700m, wo wir das zweite mal campierten. Kurz nach dem sonnenuntergang gingen wir zu bett, da uns am letzten tag der strengste und längste teil des trips erwartete.
Früh morgens um 2 uhr standen wir auf und mussten erst noch unsere einheimischen begleiter wecken, welche verschlafen hatten. In der eisigen kälte tappten wir im stockdunkeln nur mit einer taschenlampe in der hand in richtung berggipfel. Tausend höhenmeter mussten wir uns über ein geröllfeld aus lavasteinen auf der krete entlang hochkämpfen. Machte man zwei schritte vorwärts, folgte wieder einer rückwärts, da die steine im knapp 45 grad-winkel nur so den berg hinunterrollten. Endlich erklommen wir die spitze des vulkanes auf 3'726m und konnten den sonnenaufgang über den wolken bestaunen.
Der abstieg war dann dreimal schneller zu bewältigen als der aufstieg, da man über das geröll rutschen konnte wie auf skiern.
Wieder zurück im camp erwartet uns nochmals ein steiler abstieg hinunter ins dorf auf rund 400m, in welchem von allen ein "yes, we did it!" zu hören war.









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