Taman Negara Nationalpark
Als nächstes reiseziel hatten wir den taman negara nationalpark im landesinneren geplant. Dieser ist mit seinen 130 mio. jahren der älteste regenwald der welt. Die gebuchte reise dorthin versprach uns zuerst drei stunden busfahrt und anschliessend drei abenteuerliche stunden bootsfahrt in richtung dschungel.
Da wir anscheinend einen schlechten einfluss auf die funktionalität von motorfahrzeugen (insbesondere busse) zu haben scheinen, gab auch dieser bus nach zwei stunden trotz hartnäckigem kampf des busfahrers den geist auf. Nachdem dieser mit einigen zweifelhaften manövern (z.b. den bus rückwärts den berg hinunterrollen lassen, in der hoffnung, dass dieser wieder anspringt) auch eingestehen musste, dass sein gefährt nicht mehr in der lage war anzuspringen, organisierte er einen ersatzbus. Dieser kam dann auch nach längerem warten und brachte uns schlussendlich doch noch pünktlich zum bootssteg.
Glücklicherweise hielt zumindest das motorboot die ganze fahrt stand. Nach drei stunden fahrt auf einer kurvenreichen strecke, erblickten wir endlich das kleine dorf kuala tahan, in dem wir die nächsten zwei tage verbringen sollten.
Die berühmten floating restaurants im nationalpark sind für touristen die einzige möglichkeit, etwas zu essen. Hier hat man jedoch nur die wahl zwischen reis und nudeln, weshalb wir froh waren, dass wir nicht eine ganze woche hier verbrachten. Andere restaurants, shops oder auch einen bankomaten sucht man im ganzen dorf vergebens.
Um in den nationalpark eintreten zu dürfen, muss man sich zuerst beim national gouvernment eine lizenz erwerben für ein kleines entgeld. Sogar für die kamera braucht man eine lizenz. Danach führte uns ein guide zum canopy walkway, dem längsten der welt. Hier läuft man auf einer art hängebrücke von baumkrone zu baumkrone.
Anschliessend wanderten wir an riesenameisen (daumengrösse) und anderen exotischen lebewesen vorbei. Der schweisstreibende aufstieg im tropisch feuchten dschungel zu den beiden aussichtspunkten hat sich aber gelohnt.
Am abend gingen wir auf nachtsafari durch den regenwald. Wenn man glück hat, sieht man hier sogar tiger, elefanten, panther oder leoparden. Doch schliesslich kann man die tiere ja nicht bestellen. Hinten auf einem pickup nahmen wir platz und der guide vorne auf dem dach leuchtete mit einem scheinwerfer ins dunkle, um nach reflektierenden augen ausschau zu halten. Er entdeckte tiere, die wir wahrscheinlich nicht einmal bei tageslicht erblickt hätten. Somit sahen wir unzählige vögel und bekamen sogar eine wilde leopardenkatze zu gesicht.





Kommentare
Kommentar veröffentlichen