Sandakan

In sandakan angekommen fühlten wir uns im ersten moment nicht so willkommen. Es war offensichtlich, dass sich hier eher wenige touristen aufhalten, so wie wir angestarrt wurden. Ab und zu kam aber auch ein freundliches "hello sir!" von den polizisten oder securitas.
Sogleich eilten wir in ein reisebüro, um die nächsten tage zu planen. Auf borneo ist man auf diese angewiesen, da man selbst beinahe nirgendwo hinkommt. Einen roller kann man in dieser grossen stadt nur an einem ort mieten, und dieser ist dann dummerweise noch ein manueller.
Obwohl die touren hier einem ein halbes vermögen kosten, buchten wir eine flussfahrt auf dem kinabatang river durch den dschungel borneos.

Nach zweieinhalb stunden busfahrt über holprige strassen erreichten wir diesen endlich. In einem boot tuckerten wir die braune brühe hinauf und sogleich erspähte unser guide auch schon das erste grössere lebewesen. Unweit über unseren köpfen schlief eine relativ grosse python seelenruhig.


Am flussufer konnten wir verschiedene affenarten beobachten, darunter auch die berühmten proboscis monkeys (nasenaffen).


Plötzlich entfloh dem guide hinter uns ein leises "yes!". Er fuhr ein paar meter zurück und da war er - ein wilder orang utan weit oben in den bäumen.


Kurz darauf entdeckten wir noch zwei weitere, welche in der baumkrone ein nest für ihre jungen bauten. Der guide erwähnte, dass wir extrem glück haben, denn die chancen liegen bei weniger als fünf prozent, einen wilden orang utan zu sehen.

Obwohl wir die orang utans bereits gesehen haben, wollten wir sie noch von nahem betrachten. Somit entschieden wir uns, das sepilok orang utan sanctuary zu besuchen. In dieser art park, welcher zum regenwald geöffnet ist, werden bedrohte orang utans hergebracht. Diese leben im dahinterliegenden wald und kommen zweimal täglich zur fütterung zurück.
Auf dem bird trail durch den regenwald nach der fütterung erwarteten wir, wie es der name sagt, vögel. Doch zu unserem erstaunen liessen sich diese nicht blicken, dafür bekundeten jedoch drei freilebende orang utans interesse an uns. Ohne ängste taumelten sie nur wenige zentimeter von uns entfernt an den bäumen umher und streckten stets die hände nach uns aus.


Das sun bear sanctuary gleich daneben verfolgt dasselbe prinzip und ziel wie der orang utan park. Hierher wurden bären gebracht, welche bei ureinwohnern als haustiere gelebt haben oder einfach auf einem parkplatz gefunden wurden. Die sun bears sind eine der kleinsten bärenarten und ausgezeichnete kletterer.


Aufgrund ihrer grösse und zutraulichkeit erinnerten sie uns eher an einen hund als an einen bären. Der eintritt für diese pärke ist für nicht-malaysier sechsmal so hoch wie für die einheimischen, was etwas übertrieben ist.

Am letzten tag führte uns wiederum eine tagestour auf die berühmteste der neun turtle islands. Nach langem handeln im reisebüro konnten wir diesmal den preis um 70% herunterhandeln, doch es war immer noch teuer im vergleich zu den vorherigen ländern.
Am hafen zeigte sich wieder die gleichgültigkeit der malaysier gegenüber ihrer umwelt. Leere petflaschen trieben zu hunderten im hafen und man konnte den einheimischen zusehen, wie sie kartons und leere behälter vom mcdonalds ins meer warfen. Unverständlich.


Auf der fahrt vorbei an den unzähligen fischerdörfchen, welche auf pfählen im meer gebaut wurden, streikte wieder einmal ein motor. Diesmal war es einer von (zum glück) zwei motoren auf dem speedboot. Die turtle island gehört zum turtle island marine park, welcher total neun inseln umfasst.


Drei davon gehören den malaysiern, die restlichen zu den philippinen. Dies erklärt auch die polizei auf der insel, welche stets hochbewaffnet mit dem fernglas ausschau auf die nur zwei kilometer entfernten inseln des nachbarlandes ausschau halten. Nicht selten kommt es dazu, dass touristen (vor allem chinesische frauen) von philippinern entführt werden und erst wieder gegen lösegeld freigelassen werden. Als wir unsere eigene kokosnuss öffneten, riefen uns die polizisten kurzerhand zu ihnen und demonstrierten uns, wie dies am einfachsten geht. Wir kamen auch in den genuss einer elefantenorange, welche sie uns offerierten.
Obwohl sich die schildkröten den tag durch nicht blicken liessen, erspähten wir einen riesigen waran auf der insel und einen tentakel in der bezaubernden unterwasserwelt des marine parks.


Am folgetag verliessen wir malaysia wieder in richtung süden nach indonesien. Jetzt haben wir bereits ein duzend flüge hinter uns...

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