Vang Vieng

Am mittwoch ging unsere reise weiter nach vang vieng, welches 110 km (luftlinie) südlich von luang prabang liegt. Die reine fahrzeit dorthin mit dem bus betrug jedoch 6h, da der norden von laos sehr bergig ist und nur eine halbwegs befahrbare strasse vorhanden ist. Wir durchquerten unzählige bergdörfer und wichen tieren aller art aus. Da stört es einem auch nicht, wenn der busfahrer einen kurzen halt macht, die werkzeugkiste hervornimmt und beginnt, das defekte getriebe zu reparieren.

Hier in vang vieng haben wir uns für einen tag ein mountainbike gemietet und sind zu der 7km entfernten blue lagoon gefahren. Die schweisstreibende fahrt unter der brennenden sonne auf der nicht asphaltierten landstrasse erwies sich als strenger als erwartet. Und wie es der zufall so will, traffen wir auf dieser verlassenen strasse einen bekannten kollegen aus buchs. Da wir danach fälschlicherweise die falsche abzweigung erwischt haben, führte uns dieser weg in eine verlassene höhle, welche wir uns jedoch nicht entgehen liessen. 


Auf allen vieren und nur mit einer taschenlampe erforschten wir die menschenleere höhle. Danach gings weiter zu der blue lagoon, welche, wie es der name schon sagt, uns im schönen hellblauen wasser zu einem bad einlud. Es folgte nochmals eine kurze höhlenbesichtigung gleich nebenan, bevor wir wieder zurückradelten.


Am zweiten tag haben wir uns einen roller gemietet und sind zum kuang nyui wasserfall einige kilometer ausserhalb des dorfes gefahren. Der weg dahin war bereits etwas holprig und nach einem kurzen platzregen wussten wir, dass die rückfahrt sicherlich nicht einfacher werden würde. Doch der ausflug hat sich gelohnt, denn wir waren die einzigen touristen welche sich eine dusche unter dem wasserfall gegönnt haben.

Auch um das tubing kommt man nicht herum wenn man in vang vieng ist. Das prinzip ist simpel: man mietet sich einen alten schlauch eines lastwagenpneus (gummireifen), fährt mit dem tuk tuk in richtung norden aus der stadt und begiebt sich mit dem reifen auf den fluss.


Danach treibt man einige stunden denn fluss hinunter zurück ins dorf, wobei es unterwegs 4 bars gibt, in welchen man einen gratis shot erhält, volleyball spielen oder einfach in einer hängematte relaxen kann.

Am letzten tag haben wir uns auf die grösste paintballanlage von südostasien, hier in vang vieng, gewagt. Nach zwei stunden waren wir völlig durchnässt wegen der extremen nachmittagssonne, doch es machte spass.


Im allgemeinen kann man über laos sagen, dass es extrem billig ist. Eine mahlzeit erhält man bereits ab umgerechnet CHF 1.50. Die laoten können auch schon viel besser englisch als die japaner zuvor. Doch was das thema verkehr anbelangt, ist dieses land sicherlich nicht an der spitze. Verkehrsschilder, strassenbeschilderungen, ampeln oder fussgängerstreifen sucht man hier vergebens. Wegbeschreibungen, richtungs- und zeitangaben werden eher mit der formel handgelenk mal pi angegeben als mit fakten. Die laoten sind wahre akrobaten was das rollerfahren anbelangt: bis zu fünf personen setzen sich auf einen roller, und das wort helm ist hier im ganzen land ein fremdwort. 

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