Japan

Osaka

Nachdem wir am 17. april am morgen in osaka gelandet sind, sind wir mit dem zug 1.5h in richtung osaka zentrum zu unserem hostel im stadtteil fukushima gefahren. Dort angekommen haben wir die rucksäcke deponiert und sind in einen nahegelegenen park/garten gelaufen. Beim anschliessenden mittagessen wurde uns das erste mal bewusst, dass englisch hier in japan noch lange nicht so verbreitet ist (trotz englischer speisekarte ab und zu).


Nachdem wir unseren jetlag augeschlafen hatten, machten wir uns am nächsten tag auf ins osaka aquarium, das grösste der welt. Die fahrt dorthin resp. das ticket zu lösen (es gibt drei verschiedene bahnunternehmen in japan) wurde bereits zu einer herausforderung am japanischen billetautomaten. Aber die japaner sind ein freundliches und hilfsbereites volk, welche auch ohne englischkenntnisse mit händen und füssen helfen können. Am abend marschierten wir durch die gassen fukushimas auf der suche nach etwas zu essen. Dies erwies sich wiederum als sehr schwierig, doch nach einer stunde wurden wir in einem restaurant fündig mit englischer speisekarte. Nachdem es am mittag nudeln mit tintenfisch gab, entschieden wir uns am abend für reis, lachs und frühlingsrollen.



Nara


Da osaka kulturell nicht so viel bietet, entschieden wir uns, einen tagestrip nach nara (ex-hauptstadt 50min östlich von osaka) zu machen. Nach einem kurzen fussmarsch vom bahnhof gab es im osten der stadt zahlreiche tempelanlagen zu bewundern. In einem dieser tempel (todaiji-tempel) befindet sich auch der grösste buddha der welt.


Des weiteren gibt es beinahe in allen pärken der stadt freilebende rehe, welche keine angst gegenüber den zahlreichen touristen zeigen. Die buddhistischen tempel sind meist von schreinen umgeben, welche diese beschützen sollen.


Diese schreine wiederum sind von verschiedenen torii's umgeben, welche ebenfalls als schutz dienen.


Bevor man in einem restaurant etwas isst, bekommt man immer einen "waschlappen", um seine hände zu säubern. Zudem ist speziell, dass man immer am ausgang bezahlen muss und nicht wie gewoht am tisch warten kann. Das einzige, was wir hier in japan lesen können, sind die zahlen, an welchen wir uns sehr oft auch orientieren (preis, öffnungszeiten, abfahrtszeiten, etc).

Kyoto

Gestern morgen gings mit dem zug eine stunde weiter in richtung norden nach kyoto. In dieser kulturellen stadt hat es sehr viele tempelanlagen, wovon wir uns jedoch nur auf die highlights beschränkt haben. Kyoto kann man sehr gut mit dem ortsbus besichtigen, hier gibt es im gegensatz zu osaka beinahe keine züge. Am ersten tag besichtigten wir den nordwesten kyotos mit dem golden pavillon als highlight.


Es folgten unzählige weitere tempel und das nijo castle, eine burg im stadtzentrum. Hier hat es schon deutlich mehr touristen als in osaka und dies ist auch für uns schon um einiges einfacher, da die japaner unsere wünsche zumindest teilweise verstehen.
Am abend besuchten wir ein ninja restaurant in der innenstadt, in welchem es japanische spezialitäten gab.


Am zweiten tag in kyoto machten wir uns in den osten der stadt auf, zuerst zu den fushimi inari shrines. Diese unzähligen torii's, welche wie ein tunnel den weg bildeten, führten auf einer knapp 8km langen route auf den mt inari, welcher uns einen schönen ausblick auf die stadt ermöglichte (leider bedeckter himmel und anschliessend das erste mal etwas regen).


Danach besuchten wir noch als letzes den gion-in tempel, welcher sich gleich neben dem vierten mit den (leider) selten zu augen bekommenden geishas befindet.


Neben dem dass hier im lande linksverkehr herrscht, ist bei den öffentlichen bussen speziell, dass man durch die hintertür ein und durch die vordertür aussteigt, wobei man dann erst das billet vorweisen resp. bezahlen muss. 

Morgen geht unsere reise jedoch mit dem shinkansen weiter in die wohl grösste stadt der welt...

Tokio Teil 1


Am dienstag ging unsere reise weiter mit dem shinkansen nach tokio. Dieses kostspielige aber sehr schnelle transportmittel führte uns in 2.5h in die grösste metropolregion der welt (vergleich: mit dem auto benötigt man 6h).


In tokio angekommen mussten wir uns erst einmal zurechtfinden. Unser zweisternhotel liegt mit dem zug ca. 30min nördlich vom hauptbahnhof und ist billiger als jede jugendherberge oder jedes kapselhotel. Unser zimmer auf 5 m2 (!) ist zwar klein, aber es ist gemütlich.

Am besten entscheidet man sich in dieser riesigen stadt für ein transportmittel (bus, u-bahn oder zug). Wir entschieden uns für letzeres und machten uns auf den weg in den stadtteil minato, in welchem wir uns auf den tokio tower wagten. Von diesem eiffelturmähnlichen konstrukt, welches jedoch höher ist als dieser, hat man eine atemberaubende aussicht auf die ganze stadt.


Danach besichtigten wir noch die rainbow bridge, welche sehr ähnlich aussieht wie die golden gate bridge in san francisco.


Weiter ging es in den stadtteil shibuya mit der wohl belebtesten kreuzung tokios (hachiko kreuzung) und in den stadtteil shinjuku mit dem grössten kaufhaus der welt, dem takashimaya times square auf 16 (!) stockwerken und einer riesigen fläche.


Desweiteren besuchten wir den stadtteil taito mit dem riesigen senso ji tempel und den sky tree, welcher mit 634m das höchste gebäude japans stellt.




Yokohama

Am zweiten tag fuhren wir nach yokohama (zweitgrösste stadt japans nach tokio), wo uns ryoko, eine exchange kollegin von micha, erwartete. Sie war an diesem tag unser guide und konnte all unsere fragen klären, welche uns noch etwas spanisch resp. japanisch vorkamen. Doch zuerst mussten wir sie einmal finden, was in diesem riesigen u-bahn- und zugnetz gar nicht so einfach ist. Als wir sie dann endlich gefunden hatten, führte sie uns durch china town und am hafen entlang, wo wir einen wunderbaren ausblick auf die baybridge hatten.


Zum z'nacht gab es traditionelles sushi mit etwa 10 verschiedenen rohen fischarten und krebssuppe.


Danach führte sie uns in den 70. stock des höchsten gebäudes von yokohama, den landmark tower. In nur 40 sekunden gings mit dem zweitschnellsten lift der welt nach oben ins restaurant, von welchem wir einen atemberaubenden blick auf die stadt hatten.


Leider war es schon wieder zeit zu gehen und so fuhren wir mit hunderten von japanern zurück zum hotel. Zum glück wussten wir, dass die japaner von morgens um 8 oder 9 bis abends um 10 uhr (!) arbeiten.


Tokio Teil 2


Am zweitletzten tag hier in tokio beschlossen wir, in den bezirk roppongi hills zu fahren. In diesem sehr modernen viertel, welches für exklusives shopping, sein topmodernes kino und den mori tower bekannt ist, hat es sehr viele westliche (hauptsächlich europäer), welche sich dort niedergelassen haben. Am nachmittag verweilten wir im kino und am abend wagten wir uns auf den tower, von welchem wir die stadt bei nacht bewundern konnten.


Dank einem spontanen angebot von ryoko (bereits kennengelernt in yokohama), durften wir mit ihr und ihrer kollegin yuka in die onsen (hot springs) nach chofu fahren. Diese typisch japanischen bäder sind nach geschlechtern getrennt und mit einem thermalbad zu vergleichen. Nur mit einem badetuch bekleidet machten wir uns auf. Zuerst muss man sich gründlich waschen, bevor man die onsen betritt. Nach diesem ritual wechselt man von bad zu bad und kann sich auch eine pause im ruhe- resp. Schlafsaal gönnen.

Den sonnenuntergang beobachteten wir vom metropolitan government tower im stadtteil shinjuku, von welchen wir auch eine wunderbare aussicht auf den berühmtesten berg resp. vulkan japans, den mount fuji hatten. Einfach nur WOW!


Nach 11 tagen in japan können wir festlegen, dass diese insel einzigartig ist mit einer sehr speziellen aber auch interessanten kultur.

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